Samstag, 6. Juni 2020

Namibia: Völkermord - und was dann ?

Brandes Apsel

REINHART  KÖSSLER  /  HENNING  MELBER

VÖLKERMORD -  UND  WAS  DANN ?
Die Politik deutsch-namibischer Vergangenheitsbearbeitung
              
»Dieses Buch richtet sich in erster Linie an uns Deutsche. Wollen wir uns mit der Vergangenheit in der Gegenwart als nötiger Grundlage für die Zukunft befassen, müssen wir bei uns beginnen, auch wenn dies andere betrifft. Dieses Buch ist ein willkommener Beitrag dazu, unsere Wahrnehmungen zu schärfen. Es plädiert eindringlich für geeignete Schritte zu einer deutsch-namibischen Begegnung im Sinne wirklicher Völkerverständigung.« (Heidemarie Wieczorek-Zeul, Bundesministerin a. D.)

Reinhart Kößler und Henning Melber, zwei ausgewiesene Kenner Namibias und international anerkannte Wissenschaftler, bemühen sich seit Jahrzehnten um einen kritischen Umgang mit dem kolonialen Erbe des Kaiserreiches.
Sie rekapitulieren den Völkermord und die mühevolle Erinnerungsarbeit, wie sie von Teilen der deutschen Zivilgesellschaft und den betroffenen Bevölkerungsgruppen Namibias schon lange eingefordert wird.
Ein Buch, das exemplarisch den konsequenten Umgang mit staatlicher Gewalt in der Geschichte fordert, die bisherigen Versäumnisse dokumentiert und neue Perspektiven aufzeigt.

Autor:
Henning Melber, geboren 1950 in Stuttgart, kam 1967 als Sohn von Einwanderern nach Namibia, wo er 1974 der antikolonialen Befreiungsbewegung SWAPO beitrat. Ab 1975 war er persona non grata in Namibia (bis 1989) und in Südafrika (bis 1993). Er studierte Politikwissenschaften und Soziologie an der Freien Universität Berlin, promovierte und habilitierte an der Universität Bremen. Ab 1992 leitete er die Namibian Economic Policy Research Unit in Windhoek. 2000 wechselte er als Forschungsdirektor an das Nordic Africa Institute in Uppsala, wo er von 2006 bis 2012 die Dag Hammarskjöld Stiftung leitete. Beiden Institutionen ist er weiterhin in beratender Funktion verbunden. Er ist Extraordinary Professor am Department of Political Sciences der Universität Pretoria und dem Centre for Gender and Africa Studies der University of the Free State in Bloemfontein, Senior Research Fellow am Institute for Commonwealth Studies der Universität London sowie seit 2017 Präsident der European Association of Development Research and Training Institutes (EADI). Bei Brandes & Apsel sind von ihm Bücher u. a. zu Rassismus, globaler Solidarität, Dag Hammarskjöld und Namibia erschienen.

Vorwort von Heidemarie Wieczorek-Zeul
(Verlagstext)


Reinhart Kößler / Henning Melber
Völkermord – und was dann?
Paperback
Format 15,5 x 23,5 cm
176 Seiten
1. Auflage 2017
Euro 19,90 inkl. MwSt.   Buch kaufen

Namibia - Gesellschaftliche Erkundungen

Brandes Apsel
HENNING  MELBER

NAMIBIA - Gesellschaftspolitische Erkundungen seit der Unabhängigkeit

 Einer der international profundesten Kenner Namibias, Henning Melber, gibt Einblick in die gesellschaftspolitischen Entwicklungen des Landes seit der Unabhängigkeit 1990. Der Band trägt so als politische Landeskunde zu einem tieferen Verständnis Namibias bei, das noch immer eng mit Deutschland verbunden ist.
Henning Melber bietet eine kritische Analyse der postkolonialen Politik der SWAPO als einer Befreiungsbewegung an der Macht. Dabei beleuchtet er neben dem Umgang mit der kolonialen Vergangenheit auch die Entwicklung der namibischen Präsi­dialdemokratie. Er diskutiert die wirtschaftlichen Verhältnisse und die Chancen auf soziale Gerechtigkeit im Angesicht nachkolonialer Machtkonstellationen.

Autor:
Henning Melber, geboren 1950 in Stuttgart, kam 1967 als Sohn von Einwanderern nach Namibia, wo er 1974 der antikolonialen Befreiungsbewegung SWAPO beitrat. Ab 1975 war er persona non grata in Namibia (bis 1989) und in Südafrika (bis 1993). Er studierte Politikwissenschaften und Soziologie an der Freien Universität Berlin, promovierte und habilitierte an der Universität Bremen. Ab 1992 leitete er die Namibian Economic Policy Research Unit in Windhoek. 2000 wechselte er als Forschungsdirektor an das Nordic Africa Institute in Uppsala, wo er von 2006 bis 2012 die Dag Hammarskjöld Stiftung leitete. Beiden Institutionen ist er weiterhin in beratender Funktion verbunden. Er ist Extraordinary Professor am Department of Political Sciences der Universität Pretoria und dem Centre for Gender and Africa Studies der University of the Free State in Bloemfontein, Senior Research Fellow am Institute for Commonwealth Studies der Universität London sowie seit 2017 Präsident der European Association of Development Research and Training Institutes (EADI). Bei Brandes & Apsel sind von ihm Bücher u. a. zu Rassismus, globaler Solidarität, Dag Hammarskjöld und Namibia erschienen.

(Verlagstext)

Henning Melber
Namibia - Gesellschaftspolitische Erkundungen seit der Unabhängigkeit
Format 23,5 x 15,5 cm
232 Seiten   
2. erweiterte und ergäntzteAuflage 2017
Euro 24,90 inkl. MwSt.  Buch kaufen


Nigeria zwischen Demokratisierung, Terror und Staatsversagen

Brandes Apsel

HEINRICH  BERGSTRESSER

NIGERIA
Die IV. Republik zwischen Demokratisierung, Terror und Staatsversagen (1999–2017)
              
Der weltweit größte christlich-islamische Staat, das bevölkerungsreichste und konsumkräftigste Land Afrikas, die größte afrikanische Diaspora in Übersee und die nominell größte Volkswirtschaft des Kontinents mit ihren enormen Erdöl- und riesigen Erdgasvorkommen beherbergt inmitten weit verbreiteter bitterer Armut die mit Abstand größte Zahl von Millionären, Milliardären und Wohlhabenden in Afrika.

Im Windschatten der Wirtschaftsmetropole Lagos, die sich anschickt, zu Afrikas führender Wirtschaftsregion aufzusteigen, verfolgt ein Großteil der nigerianischen Eliten einen radikalen neo-liberalen Diskurs. Trotz endemischer Korruption, organisierter Kriminalität, gewalttätiger Milizen, Ethnizität und islamistischem Terror, lassen sie sich nicht von diesem Kurs abbringen.
Unterstützung finden sie in den demokratisch legitimierten Institutionen Nigerias, die weitaus stabiler sind als gemeinhin angenommen, eine der vielen Facetten und extremen Gegensätze, die das Buch offenlegt.

Autor:
Heinrich Bergstresser, geb. 1949, Studium der Politikwissenschaft und Afrikanistik in Hamburg, langjähriger Redakteur bei der Deutschen Welle in Köln und Bonn. Viele Berichte, Reportagen und Features über Nigeria und andere afrikanische Staaten sowie über die Medienentwicklung in Afrika. Bei Brandes & Apsel sind erschienen: Nigeria – Macht und Ohnmacht am Golf von Guinea sowie Nigeria – Die IV. Republik zwischen Demokratisierung, Terror und Staatsversagen (1999–2017). Freier wissenschaftlicher Mitarbeiter beim GIGA und Trainer bei der AIZ (GIZ), Bonn-Röttgen. Arbeitet als freier wissenschaftlicher Autor und Journalist.
(Verlagstext)


Heinrich Bergstresser
Nigeria
Paperback
Format 15,5 x 23,5 cm
260 Seiten
1. Auflage 2018
Euro 24,90 inkl. MwSt.   Buch kaufen


Ghana, Die IV. Republik zwischen Vorbild und Mythos

Brandes Apsel

HEINRICH  BERGSTRESSER

GHANA
Die IV. Republik zwischen Vorbild und Mythos (1993–2018)
              
Ghana, the Black Star, gehörte zu den ersten unabhängigen Staaten Afrikas. 
Im Kontext der neuen Weltordnung der 1990er Jahre transformierte sich Ghana früher als andere diktatorisch und repressiv regierte Länder des Kontinents in einen demokratisch legitimierten Staat und setzte damit Maßstäbe. 

Heinrich Bergstresser schaut auf und hinter das demokratische System der IV. Republik, zeigt seine Stärken und Schwächen auf und arbeitet das politökonomische Innenleben Ghanas und sein Verhältnis zur internationalen Gemeinschaft heraus.

Autor:
Heinrich Bergstresser, geb. 1949, Studium der Politikwissenschaft und Afrikanistik in Hamburg, langjähriger Redakteur bei der Deutschen Welle in Köln und Bonn. Viele Berichte, Reportagen und Features über Nigeria und andere afrikanische Staaten sowie über die Medienentwicklung in Afrika. Bei Brandes & Apsel sind erschienen: Nigeria – Macht und Ohnmacht am Golf von Guinea sowie Nigeria – Die IV. Republik zwischen Demokratisierung, Terror und Staatsversagen (1999–2017). Freier wissenschaftlicher Mitarbeiter beim GIGA und Trainer bei der AIZ (GIZ), Bonn-Röttgen. Arbeitet als freier wissenschaftlicher Autor und Journalist.
(Verlagstext)


Heinrich Bergstresser
Ghana
Paperback
Format 15,5 x 23,5 cm
256 Seiten
1. Auflage 2020
Euro 24,90 inkl. MwSt.   Buch kaufen

Südafrika: Migration und Neuanfang

Brandes Apsel

Dr. RITA  SCHÄFER

MIGRANTION UND  NEUANFANG  IN  SÜDAFRIKA
Geschichte und Gegenwart von Einwanderung, Asyl und Wanderarbeit

Südafrika ist das wichtigste Einwanderungsland in Afrika.
Im Lauf seiner wechselvollen Geschichte kamen Immigranten aus verschiedenen Regionen Afrikas und von anderen Kontinenten. Deshalb lassen sich innovative und konfliktreiche Prozesse von Migration und Globalisierung hier besonders gut erkennen.

Migration ist ein Schlüssel zum Verständnis Südafrikas. Seit Jahrhunderten strukturiert sie die Gesellschaft und beeinflusst Bildung, Religion und Kultur. Einwanderung prägt die gesamte Arbeitswelt – von Winzerbetrieben bis zu Minen und Fabriken.
Nationalökonomische Planungen zielten immer darauf ab, Migrationsprozesse zu steuern. Das betraf den Import und die Ausbeutung von Sklaven, Vertrags- und Wanderarbeitern. Couragiert organisierten sie Widerstand gegen die rassistische Kolonialverwaltung und das Apartheidregime.

Südafrika ist auch das Ziel von Kriegsflüchtlingen: Vertriebene und Verfolgte suchen am Kap der guten Hoffnung Schutz vor Gewalt. Das Asylrecht des Landes gilt als vorbildlich und seine Demokratie wird von Menschen, die aus Diktaturen geflüchtet sind, geschätzt.

Wie die viel beschworene Regenbogennation die Integration handhabt, ist Thema dieses Buches.

Autorin:
Dr. Rita Schäfer ist freiberufliche Wissenschaftlerin. Forschungen u. a. in Südafrika und Simbabwe. Autorin zahlreicher Bücher sowie der Webseiten africanclimatevoices.com und Liportal.de/Südafrika. Im Brandes & Apsel Verlag außerdem erschienen: Frauen und Kriege in Afrika. Ein Beitrag zur Gender-Forschung (2008). Rita Schäfer lebt und arbeitet in Deutschland, mit regelmäßigen und längeren Aufenthalten in Südafrika.
(Verlagstext)


Rita Schäfer
Migration und Neuanfang in Südafrika
Paperback
Format 15,5 x 23,5 cm
240 Seiten
1. Auflage 2020
Euro 24,90 inkl. MwSt.   Buch kaufen


Menschenhandel, Migrationsbusiness und Moderne Sklaverei

Brandes Apsel

JAN-PHILIPP  SCHOLZ

MENSCHENHANDEL,  MIGRATIONSBUSINESS  und MODERNE  SKLAVEREI
Menschen gefangen zwischen afrikanischen Herkunftsländern und europäischen Staaten

Mehr als 10.000 Migranten sind alleine seit 2016 auf dem Mittelmeer ums Leben gekommen.
Das Thema hat Europa in eine tiefe politische und gesellschaftliche Krise gestürzt – während die einen auf immer mehr Abschottung setzen, sehen die anderen im unaufhaltsam voranschreitenden Aufbau der »Festung Europa« einen Ausverkauf europäischer Werte und Ideale.

Dabei gerät oft in Vergessenheit: Die Migranten vor den Toren Europas sind lediglich die Spitze des Eisbergs.

Das wahre Migrationsdrama findet innerhalb Afrikas statt – weit weg von den Augen der Weltöffentlichkeit und den Einsatzgebieten staatlicher oder ehrenamtlicher Seenotretter.

Autor:
Jan-Philipp Scholz, geb. 1981, Studium der Medienwissenschaft, Politologie und Psychologie in Bonn und Brest. Er ist Redakteur beim deutschen Auslandsrundfunk Deutsche Welle. Von 2014 bis 2018 war er Afrika-Korrespondent des Senders in Lagos, Nigeria. In dieser Zeit bereiste er mehr als zwanzig Länder der Region und verfasste zahlreiche Berichte, Reportagen und Analysen. Momentan arbeitet Scholz für ein journalistisches Ausbildungsprojekt der Deutschen Welle in Libyen.
(Verlagstext)

Jan-Philipp Scholz
Menschenhandel, Migrationsbusiness und moderne Sklaverei
Paperback
Format 15,5 x 23,5 cm
188 Seiten
1. Auflage 2020
Euro 19,90 inkl. MwSt.   Buch kaufen

Freitag, 5. Juni 2020

Literaturen aus Afrika

Brandes Apsel

MANFRED  LOIMEIER

LITERATUREN  AUS  AFRIKA -
Aufbruch in ein neues Selbstbewusstsein               

Während die Strömung der Négritude im frankophonen Sprachraum der 1940er Jahre zur Politik des Panafrikanismus und der internationalen Solidarität mit der afrikanischen Diaspora in der Karibik passt, spannt der Postkolonialismus seit den 1980er Jahren den Bogen von Afrika nach Indien und Australien. Als gemeinsames Scharnier formte sich dazu in der Gegenwart die These der Transkulturalität aus, die von stets in Bewegung miteinander befindlichen Kulturen ausgeht und Kultur als globales Bindeglied zwischen den Menschen sieht.

Manfred Loimeier versteht es ausgezeichnet, komplexe und über Jahrzehnte reichende literarische Entwicklungen den Leserinnen und Lesern verständlich näherzubringen.

Der Autor zeigt in seinem Buch die verschiedenen Sichtweisen, Verständnisebenen und unterschiedlichen literarischen Auffassungen auf und weist damit auf die Fallstricke in der interkulturellen Begegnung hin, die oftmals auch in der Entwicklungszusammenarbeit zum Misserfolg führen.

Ergänzt werden Romaninterpretationen durch Interviews mit Autorinnen und Autoren, die die verschiedenen Perspektiven verdeutlichen. So wird ersichtlich, wie es möglich ist, dass Leserinnen und Leser aus verschiedenen Kulturen zwar ein und denselben Text lesen, ihn aber sogar komplett verschieden verstehen können – und wie wichtig es ist, als gemeinsame Verständnisbrücken die Plattformen der Kulturtheorien zu nutzen.

Autor
Manfred Loimeier, Professor für afrikanische Literaturen englischer Sprache an der Universität Heidelberg, hat bei Brandes & Apsel Szene Afrika (2012) und Africando (2010) veröffentlicht. Er ist Autor von J. M. Coetzee (2007), Übersetzer, Herausgeber südafrikanischer Kurzgeschichten und von Wortschätze (2012) und Wortwechsel (2002), die 80 Gespräche mit Autoren und Autorinnen aus Afrika versammeln.
(Verlagstext)


Manfred Loimeier
Literaturen aus Afrika
Paperback
Format 15,5 x 23,5 cm
192 Seiten
1. Auflage 2018
Euro 19,90 inkl. MwSt.   Buch kaufen

Was weisse Mensche nicht über Rassismus hören wollen

Hanserblau

ALICE  HASTERS

WAS  WEISSE  MENSCHEN  NICHT  ÜBER  RASSISMUS  HÖREN  WOLLEN
Warum ist es eigentlich so schwer, über Rassismus zu sprechen?

„Darf ich mal deine Haare anfassen?“, „Kannst du Sonnenbrand bekommen?“, „Wo kommst du her?“ Wer solche Fragen stellt, meint es meist nicht böse. Aber dennoch: Sie sind rassistisch. Warum, das wollen weiße Menschen oft nicht hören.
Alice Hasters erklärt es trotzdem. Eindringlich und geduldig beschreibt sie, wie Rassismus ihren Alltag als Schwarze Frau in Deutschland prägt. Dabei wird klar: Rassismus ist nicht nur ein Problem am rechten Rand der Gesellschaft. Und sich mit dem eigenen Rassismus zu konfrontieren, ist im ersten Moment schmerzhaft, aber der einzige Weg, ihn zu überwinden.

Autorin
Alice Hasters wurde 1989 in Köln geboren. Sie studierte Journalismus in München und arbeitet u. a. für die Tagesschau und den RBB. Mit Maxi Häcke spricht sie im monatlichen Podcast Feuer&Brot über Feminismus und Popkultur. Alice Hasters lebt in Berlin.
(Verlagstext)

Alice Hasters
Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen
Paperback
208 Seiten
1.Auflage 2019
Euro 17,00 inkl. MwSt.  Buch kaufen



Im Fernsehen:
Sonntag, 07.06. um 21:45 Uhr, ARD bei Anne Will:  Schalten Sie ein, wenn Alice Hasters im Rahmen eines Polittalks mit Samira El Ouassil, Cem Özdemir und Norbert Röttgen auftreten wird



NEU Deutschland und Afrika - Anatomie eines komplexen Verhältnisses

Brandes Apsel
NEU

HENNING  MELBER   (Hrsg.)

DEUTSCHLAND  UND  AFRIKA  - Anatomie eines komplexen Verhältnisses

Mit Beiträgen von Tahir Della, Andreas Eckert, Ulf Engel, Albert Gouaffo, Robert Kappel, Stephan Klingebiel, Steffen Haag, Reinhart Kößler, Bebero Lehmann, Manfred Loimeier, Boniface Mabanza, Andreas Mehler, Henning Melber, Stefanie Michels, Franziska Müller, Melanie Müller, Rita Schäfer, Joachim Zeller
                             
Der Band richtet sich im Sinne eines aufklärerischen Sachbuchs an ein interessiertes, aber nicht unbedingt einschlägig vorbelastetes Publikum. Zahlreiche namhafte Autorinnen und Autoren tragen in fast zwanzig Kapiteln kompetent dazu bei, umfassender und differenzierter als je zuvor die deutsch-afrikanischen Beziehungen kritisch zu reflektieren. Sie leisten damit einen notwendigen Beitrag zu einem überfälligen Diskurs, der den Realitäten im Zeitalter des Postkolonialismus Rechnung trägt.

Ein Jahrhundert nach dem Ende der deutschen Kolonialherrschaft rücken allmählich im öffentlichen Diskurs Aspekte eines deutsch-afrikanischen Verhältnisses in das Blickfeld, die sich mit den anhaltenden strukturellen und mentalen Folgen hier wie dort auseinandersetzen.

Der Band präsentiert fast alle Aspekte des deutschen Verhältnisses zu Afrika. Die Autorinnen und Autoren aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft offerieren Einblicke und Analysen, die auch die afrodeutschen Sichtweisen umfassen und die über das offizielle Terrain weit hinausgehen.

Die vielfältigen Kapitel zeichnen so ein nuanciertes Bild der Geschichte und Gegenwart einer komplexen Beziehung. Die Gesamtbilanz verdeutlicht, dass die deutsche Gesellschaft mehr von einem Austausch mit Afrika geschuldeten Elementen geprägt ist, als dies weithin bewusst ist. Damit eröffnet der Band eine Perspektive für die Zukunft der deutsch-afrikanischen Beziehungen.

Inhalt
Henning Melber: Das deutsche Afrika
Andreas Mehler: Deutsche Außenpolitik in Afrika
Robert Kappel: Deutsche Afrikapolitik – mehr als Stückwerk?
Stephan Klingebiel: Ein Plädoyer für Entwicklungszusammenarbeit mit Sub-Sahara Afrika
Rita Schäfer: Gender in der deutschen Afrikapolitik
Ulf Engel: Frieden und Sicherheit
Steffen Haag / Franziska Müller: Finanzplatz Afrika. Grüne Finanzflüsse und afrikanische Energietransitionen
Melanie Müller: Neuer Schwerpunkt in der Afrikapolitik – Migrationsabwehr
Boniface Mabanza Bambu: Politik mit Flüchtlingen
Andreas Eckert: Afrikawissenschaften in Deutschland. Eine historische Perspektive
Manfred Loimeier: Deutschland und die Literaturen Afrikas. Eine vergleichende Perspektive
 Albert Gouaffo / Stefanie Michels: Afrikanische Kulturgüter und deutsche Museen: Wem gehört was?
Joachim Zeller: Weg vom Vergessen? (Post)Koloniale Erinnerungskultur in Deutschland
Reinhart Kößler: Zwischen kolonialer Amnesie und konstruktivem Engagement. Postkoloniale Asymmetrien
Tahir Della / Bebero Lehmann: Afrodeutsche und eine deutsche Afrikapolitik. Zwischen kritischer Aufarbeitung und kolonialen Kontinuitäten
Henning Melber: Herausforderungen deutscher Dekolonisierung



Autor
Henning Melber, geboren 1950 in Stuttgart, kam 1967 als Sohn von Einwanderern nach Namibia, wo er 1974 der antikolonialen Befreiungsbewegung SWAPO beitrat. Ab 1975 war er persona non grata in Namibia (bis 1989) und in Südafrika (bis 1993). Er studierte Politikwissenschaften und Soziologie an der Freien Universität Berlin, promovierte und habilitierte an der Universität Bremen. Ab 1992 leitete er die Namibian Economic Policy Research Unit in Windhoek. 2000 wechselte er als Forschungsdirektor an das Nordic Africa Institute in Uppsala, wo er von 2006 bis 2012 die Dag Hammarskjöld Stiftung leitete. Beiden Institutionen ist er weiterhin in beratender Funktion verbunden. Er ist Extraordinary Professor am Department of Political Sciences der Universität Pretoria und dem Centre for Gender and Africa Studies der University of the Free State in Bloemfontein, Senior Research Fellow am Institute for Commonwealth Studies der Universität London sowie seit 2017 Präsident der European Association of Development Research and Training Institutes (EADI). Bei Brandes & Apsel sind von ihm Bücher u. a. zu Rassismus, globaler Solidarität, Dag Hammarskjöld und Namibia erschienen.

(Verlagstext)

Henning Melber (Hrsg.)
Deutschland und Afrika  
Paperback
Format 15,5 x 23,5 cm
228 Seiten
1. Auflage 2019
Euro 22,90 inkl. MwSt.   Buch kaufen

NEU: Wie Menschen weltweit das Klima retten

Brandes Apsel
NEU

THOMAS  KRUCHEM

WIE  MENSCHEN  WELTWEIT  DAS  KLIMA  RETTEN        
Solar-Pioniere, Wald-Macher, Wasser-Kämpfer

Täglich prasseln Katastrophenmeldungen zum Klimawandel auf uns ein – man könnte jede Hoffnung verlieren. Doch es gibt, abseits der Weltöffentlichkeit, Menschen, die unter oft widrigsten Umständen entschlossen handeln und ­Beeindruckendes leisten, um unser Klima zu schützen.

Sechs erfolgreiche Initiativen hat der vielfach preisgekrönte Journalist und Entwicklungsexperte Thomas Kruchem besucht. Packend und reich bebildert erzählt er, wie Solarstrom Dörfer in Mali aufblühen lässt, wie sich Bürger von La Paz gegen Wassermangel wappnen, wie Menschen in Niger und Äthiopien, in Haiti und Schottland neuen Wald und neue Landwirtschaft schaffen, wie sich Slums in Manila in klimasichere Wohnquartiere verwandeln. Kritische Klimagedanken schaffen den Kontext.

Autor
»Wie bewältigen benachteiligte, ausgegrenzte und bedrohte Menschen weltweit existenzielle Krisen?«, fragt Thomas Kruchem seit fast 40 Jahren. »Und was können wir tun?«
Der Autor zahlreicher Rundfunkreportagen, Zeitschriftenartikel und Bücher zählt zu den meistgehörten Stimmen der entwicklungspolitischen Diskussion und ist ein begehrter Vortragsredner. Bei Brandes & Apsel erschienen 2012 Lebensader Orange River und Der große Landraub, 2013 Land und Wasser. Kruchem, fünffacher Vater und dreifacher Großvater, lebt mit seiner Familie in Mauer bei Heidelberg. Weitere Informationen finden Sie auf www.kruchem-research.de

Mit einem Geleitwort von Franz Alt

Thomas Kruchem
Wie Menschen weltweit das Klima retten
Paperback
Format 15,5 x 23,5 cm
172 Seiten
1. Auflage 2020
Euro 14,90 inkl. MwSt.   Buch kaufen