Freitag, 7. Dezember 2018

Kongo, Die Hoffnung kehrt zurück, Friedensnobelpreisträger 2018 Denis Mukwege

Brandes Apsel

BIRGER  THURESON

DIE  HOFFNUNG  KEHRT  ZURÜCK
Der Arzt Denis Mukwege und sein Kampf gegen sexuelle Gewalt im Kongo

Friedensnobelpreis 2018 für Denis Mukwege

Denis Mukwege, Gründer und Leiter des Panzi-Krankenhauses in Bukavu, ist weltweit zu einer Stimme der traumatisierten Frauen im Kongo geworden. Seit Jahren prangert der Arzt öffentlich die Gleichgültigkeit der internationalen Gemeinschaft an: Tausende von Frauen und Kindern wurden in den Kongo-Kriegen die Opfer brutaler Vergewaltigungen, und ihre Peiniger werden nicht zur Rechenschaft gezogen. Im Oktober 2012 entkam Denis Mukwege nur knapp einem Attentat; er ging ins Ausland und kehrte Anfang 2013 nach Bukavu zurückt, um seine Arbeit fortzusetzen.
 Der schwedische Journalist Birger Thureson hat Denis Mukwege und seine Patientinnen in Bukavu getroffen und ihre Geschichten aufgezeichnet. Ihre Berichte sind schmerzliche Zeugnisse erlittener Gewalt; sie sprechen aber auch von Lebenswillen und Lebensmut.
 Ein ausführliches Portrait über Denis Mukwege, der für sein Engagement mehrfach international ausgezeichnet wurde, und eine Analyse über die Hintergründe der Kongo-Kriege ergänzen das Buch.
(Verlagstext)

Denis Mukwege erhielt 2013 den Alternativen Nobelpreis und 2014 den Sacharow-Preis für Menschenrechte des Europaparlaments für sein Engagement für vergewaltigte Frauen in der Demokratischen Republik Kongo.

Autor:
Birger Thureson, geboren 1942. Schwedischer Journalist und Schriftsteller. Tätigkeit als Pastor und in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der PMU InterLife. Thureson ist verheiratet und hat zwei Kinder.
(Verlagstext)

Übersetzung aus dem Schwedischen von Michael Josupeit

Herausgegeben vom Deutschen Institut für Ärztliche Mission e. V., Difäm

Birger Thureson
Die Hoffnung kehrt zurück
Paperback,
Format 20,7 x 14,5 cm,
160 Seiten
2. Auflage 2018
Euro 14,90 inkl. MwSt.    Buch kaufen

Dienstag, 2. Oktober 2018

NEU: Die Geburt der Mediterranen Welt

C.H.Beck
NEU

CYPRIAN  BROODBANK

DIE  GEBURT  DER  MEDITERRANEN  WELT
Von den Anfängen bis zum klassischen Zeitalter

Seit der Frühzeit des Menschen hat das Mittelmeer die Welt unserer Vorfahren nachhaltig geprägt. Der Archäologe Cyprian Broodbank entwirft ein grandioses historisches Panorama dieses Meeres – von den Tagen der ersten Begegnung der Hominiden mit dem neuen Lebensraum vor 1,5 Millionen Jahren bis zum Beginn der Klassischen Antike.

Cyprian Broodbank führt uns an die Küsten des Mittelmeers und lässt die angrenzenden Kulturräume längst vergangener Epochen wieder lebendig werden. Gemeinsam mit ihm umrunden wir wieder und wieder das Mittelmeer und lernen die seit den Tagen der Jäger und Sammler aufblühenden Gesellschaften kennen. Wir begleiten die ersten Menschen, die sich bereits in Einbäumen auf die See wagten, besuchen Fischer, Bauern und Handwerker in ihren Dörfern und lernen die Machtzentren der Alten Welt kennen, deren Herrscher und Eliten Rohstoffe und andere Schätze aus „Übersee“ begehrten.
Wir erkennen das immer engmaschigere Netz der Hochkulturen, das sich nach und nach über das Meer in der Mitte breitet, und sehen Handelsschiffe und Kriegsflotten, die von der Straße von Gibraltar bis nach Tyros und von Etrurien bis Alexandria das Mittelmeer durcheilen, um an dessen unfassbarem Reichtum teilzuhaben, von dem noch in unseren Tagen atemberaubende archäologische Zeugnisse künden.   (Verlagstext)

Inhalt:
Chronologische Übersicht
1 EINE GESCHICHTE VON BARBAREN
2 ANREGENDE ORTE
3 DAS MEER, DAS ZWEI MENSCHENARTEN SCHUF
4 EINEN KALTEN WEG HATTEN WIR
5 SCHÖNE NEUE WELTEN
6 SO KÖNNTE ES GEWESEN SEIN
7 ZWISCHEN TEUFELUND TIEFEM BLAUEM MEER
8 PRUNK UND POMP
9 VON UFER ZU UFER
10 DAS ENDE VOM ANFANG
11 AUS DER TIEFE DER ZEIT
 Dank
Anhang
Anmerkungen
Bibliographie
Bildnachweis
Register der Personen, Volksgruppen und Mythischen Gestalten
Register Geographischer Begriffe, Regionen und Archäologischer Kulturen

Autor:
Cyprian Broodbank ist Professor für Archäologie an University of Cambridge and director of the McDonald Institute for Archaeological Research

Aus dem Englischen von Klaus Binder und Bernd Leineweber.  

Cyprian Broodbank
Die Geburt der mediterranen Welt
Gebunden
207 Abbildungen und Karten und 2 farbigen Tafelteilen mit 49 Abbildungen
952 Seiten
1.Auflage 2018
Euro 44,- inkl. MwSt.  jetzt kaufen 



Neu: Das Mosaik des Islam

Berenberg
NEU

PERRY  ANDERSON,  SULEIMAN  MOURAD

DAS  MOSAIK  DES  ISLAM
  
Wird die Gegenwart kompliziert, hilft es, einen Blick zurück zu werfen.
Im Gespräch mit seinem Kollegen Perry Anderson zeichnet der Historiker Suleiman Mourad die Geschichte des Korans und des muslimischen Glaubens nach. Dass hier ein sachkundiger Mediävist und Kenner der politischen und intellektuellen Landschaft der Gegenwart Rede und Antwort steht, ist das große Glück dieses über die Dauer eines Jahres geführten Dialogs.

Der Bogen spannt sich von den Anfängen des Korans über Mohammed, die sunnitisch-schiitische Spaltung, die Entwicklung des Dschihad und Reformbestrebungen bis hin zum modernen Islam und seinen heutigen Herausforderungen.

»Andersons Fragen sind präzise, prägnant und kraftvoll, Mourads Antworten klug, verständlich und unvoreingenommen. Unentbehrlich!« Le Monde (Verlagstext)

Autoren:
Suleiman Mourad, geboren in Beirut, Libanon, studierte Mathematik und Geschichte des Nahen Ostens und promovierte in Yale im Fach Arabische und Islamische Studien. Seit 2010 ist er Professor für Religion am Smith College, wo er vor allem über mittelalterliche Islamgeschichte und religiöse Ideengeschichte forscht, darunter die Ideologie des Dschihad, Jerusalem und den Koran.

Perry Anderson, geboren 1938, lehrt in Los Angeles Geschichte an der University of California. Er ist nicht nur der Verfasser bedeutender Werke zur longue durée der europäischen Geschichte, sondern auch einer der einflussreichsten politischen Essayisten, die Großbritannien nach dem Krieg hervorgebracht hat. Seine Beiträge erscheinen regelmäßig in der London Review of Books und in der New Left Review, deren Herausgeber er lange Jahre war. Auf Deutsch sind erschienen »Von der Antike zum Feudalismus« (1978), »Über den westlichen Marxismus« (1978) und »Die Entstehung des absolutistischen Staates« (1979). In dem von Franco Moretti herausgegebenen Sammelwerk zur Romanform (»Il Romanzo, II«, Turin 2002) schrieb Perry Anderson über Montesquieus Persische Briefe. (Verlagstext)

Übersetzung
Anne Emmert, geboren 1964 in Gütersloh, übersetzt seit 1996 überwiegend Sachbücher aus dem Englischen. Die promovierte Anglistin hat unter anderem Christopher Hitchens, Ayaan Hirsi Ali und Nelson Mandela ins Deutsche gebracht. Gefördert wurde ihre Arbeit mit Stipendien des Deutschen Übersetzerfonds und des Freundeskreises zur Förderung literarischer und wissenschaft­licher Übersetzungen. (Verlagstext)

Perry Anderson, Suleiman Mourad
Das Mosaik des Islam
Halbleinen, fadengeheftet
Format 16,4 x 22,8 cm
152 Seiten  
1.Auflage 2018
Nur Euro 22,- inkl. MwSt.  jetzt kaufen  versandkostenfrei


Der gute Deutsche

Berenberg
CHRISTIAN BOMMARIUS

DER  GUTE  DEUTSCHE
Die Ermordung Manga Bells in Kamerun 1914

In der ruhmlosen deutschen Kolonialgeschichte dürfte das Kapitel über Kamerun eines der finstersten sein. In einträglicher Zusammenarbeit verleibten sich wilhelminische Kolonialbeamte und ehrbare Kaufleute das Land und seine Schätze ein und unterjochten die Bevölkerung.

Einem Sohn des Häuptlings der Duala wurde dennoch gestattet, nach Deutschland zu reisen und sich dort zu bilden. Als Prinz Manga Bell allerdings von seinen Kenntnissen des deutschen Rechtssystems Gebrauch machte und gegen die nicht nur grausame, sondern auch vertragsbrüchige Kolonialregierung klagte, wurde er des Hochverrats bezichtigt und in Windeseile aufgehängt.

Christian Bommarius, Publizist und Jurist, hat den Fall aufgerollt: Seine Geschichte eines infamen Justizmordes ist zugleich eine Fallstudie über Rassismus, Gier und abgrundtiefe politische Dummheit.

Autor:
Christian Bommarius, geboren 1958 in Frankfurt am Main, aufgewachsen in Bonn, lebt in Berlin. Er ist Journalist und Jurist und arbeitet als Kommentator u.a. für die Berliner ­Zeitung und die Frankfurter Rundschau. Bisherige Buchveröffentlichungen: »Das Grundgesetz: Eine Biographie« (Rowohlt Berlin, 2009); »Wir kriminellen Deutschen« (Siedler, 2004). (Verlagstext)

Christian Bommarius
Der gute Deutsche
Halbleinen, fadengeheftet
Format 16,4 x 22,8 cm
152 Seiten  
1.Auflage 2015
Nur Euro 20,- inkl. MwSt.  jetzt kaufen   versandkostenfrei


Samstag, 29. September 2018

Rezension: Was uns kostbar ist

Lenos
Rezension

KAOUTHER ADIMI

WAS  UNS  KOSTBAR  IST     Roman

 Ein Mensch, der liest, ist doppelt wert“ steht auf Arabisch und Französisch geschrieben auf dem Schaufenster in der Rue Hamami Nr. 2 die früher Rue Charras hieß als Algerien noch zu Frankreich gehörte. Das Schaufenster gehört zur Leihbuchhandlung „Les Vrais Richesses“, „die wahren Schätze“ und diese Schätze sind die Bücher, die hier in Algier von Edmond Charlot (1915 - 2004) verlegt, verliehen und verkauft wurden.

2015, nach 80 Jahren, soll die Buchhandlung verkauft werden. Warum eine Stadtbibliothek/Buchhandlung einem privaten Käufer überlassen, der daraus ein Restaurant machen möchte, wo rechts eine Pizzeria und links ein Lebensmittelgeschäft ist ?, fragt sich der Journalist, der über die Schließung einen Artikel schreibt. „Es stört wohl niemanden, dass wir nicht mehr lesen, uns nicht mehr bilden können?“, denkt er. Er notiert „Der Staat verschleudert die Kultur, um an jeder Straßenecke eine Moschee zu bauen! Es gab einmal eine Zeit, in der Bücher so wertvoll waren, dass wir sie respektvoll betrachteten, sie unseren Kindern versprachen, sie geliebten Menschen schenkten!“ Wie wahr.

Der Student Ryad soll die Buchhandlung räumen, alles wegwerfen und die Wände streichen. Er begegnet Abdallah, der dort gearbeitet hat, der ihm von seinem Leben und seiner Arbeit erzählt, als die Buchhandlung eine Außenstelle der Nationalbibliothek wurde. Das war während des algerischen Bürgerkriegs (1991 - 2002).

Die Autorin Kaouther Adimi schreibt aus der Sicht der Bewohner des Viertels in der ersten Person im Plural - das verbindet. Sie blickt zurück: 1930 feiert Frankreich die Einnahme Algiers vor 100 Jahren. Die Algerier beginnen sich Gedanken zu machen. Sie wollen die koloniale Autorität und Unterdrückung nicht mehr länger hinnehmen. „Wir müssen kämpfen, Rechte einfordern, uns organisieren“, sagt der eine und der andre stimmt zu, „wie lange ducken wir uns noch? Der Code de L’indigéant macht uns zu einer Unterkategorie von Menschen in unserem eigenen Land. Hier ist aber unser Zuhause.“

Vor diesem Hintergrund eröffnet der Algerienfranzose Edmond Charlot 1936 seine Leihbibliothek, die gleichzeitig Verlag und Buchhandlung wird. Von einer Reise nach Paris hat er die Idee mitgebracht.
Die Buchhandlung soll ein Ort der Begegnung mit der Literatur, der Freunde und Autoren werden, die „das Mittelmeer lieben“ - auf beiden Seiten. Sein Traum ist, das zu publizieren, was ihm gefällt und dass er „vor der Presse und den Lesern wirklich vertreten kann“. Albert Camus ist von Beginn an dabei, später verlegt die Edmond Charlot die Schriftsteller Jean Giono, Jean Amrouche, Jules Roy, Mohammed Dib, Mouloud Feraoun,  André Gide, Kateb Yacine und viele andere. Sein Motto: „Junges, von Jungen für Junge“.

Immer wieder hat Edmond Charlot mit den Wechseln der Geschichte zu kämpfen. 1939 veröffentlicht er als erster das Buch „Noces“ (Hochzeit des Lichts) von Albert Camus und wird zur Armee eingezogen. Im Juli 1940 kehrt er nach Algier zurück. Nur unter Schwierigkeiten betreibt er sein Geschäft weiter, es gibt kein Papier, anderes ist wichtiger als Lesen, die Druckerei ist geschlossen, Geld ist kaum vorhanden. Trotzdem erhält er weiterhin viele Manuskripte und muss die Schriftsteller vertrösten. Die Leser nehmen was da ist.
1942 verbringt er einen Monat im Gefängnis, weil er von Gertrude Stein denunziert. Frankreich und Algerien waren von Deutschland besetzt. 1945 wird er wieder eingezogen, dieses Mal nach Paris. „Les Vrais Richesses“ führen seine Frau und sein Bruder weiter. In Paris gründet er einen zweiten Verlag, doch auch in Paris gibt es Schwierigkeiten, nicht nur mit der Papierbeschaffung und den Finanzen, sondern auch mit Konkurrenten. Die Schulden belaufen sich auf mehrere Millionen Franc und so kehrt Edmond Charlot gescheitert 1948 nach Algier zurück. Dann beginnt 1954 der algerische Unabhängigkeitskrieg. Schriften werden zensiert, die Gründung einer Zeitschrift verschoben, Algerier werden gefoltert, ermordet. 1961 werden die zweite Buchhandlung von Edmond Charlot und das Archiv durch einen Bombenanschlag zerstört. Alles ist kaputt, nur noch Schutt und Staub. War es ein Anschlag der OAS? Das Ende Frankreichs in Algerien zeichnet sich ab. Edmond Charlot hat Glück im Unglück. Er erhält eine Arbeit beim Radiosender France 5 Algier.   

Fazit:
Eine unglaublich beeindruckende Arbeit der jungen Schriftstellerin Kaouther Adimi. Sie stellt einen Zusammenhang zwischen Literatur und Zeitgeschehen her und beleuchtet das Zusammenleben zwischen Algeriern und (Algerien-)Franzosen. Gleichzeitig erinnert sie an die vielen Schriftsteller, die Edmond Charlot durch seinen Verlag bekannt und berühmt machte.
Der Leser erfährt nicht nur, wie schwierig es in der damaligen Zeit war eine Buchhandlung zu führen sondern auch, wie wichtig die Arbeit des Verlags war, der schnell Flugblätter drucken oder ein Theaterstück, das verboten wurde, als Roman herausgeben konnte.
Für die Freunde, die Autoren waren, war Edomd Charlot als Verleger wie ein Vater, der seine Kinder an die literarische Hand nahm und sie immer unterstützte. Trotz der vielen Änderungen in seinem Leben hielt Edmond Charlot an seiner Arbeit fest bis es nicht mehr ging.

Ein wunderbar, einfühlsames Buch mit viel Sorgfalt und Liebe zur Literatur geschrieben.

PS. Bei meinem nächsten Besuch in Algier werde ich in die Rue Hamami gehen.


zum Angebot


Sonntag, 23. September 2018

NEU Ein letztes Mal in Afrika

DuMont
NEUERSCHEINUNG

PAUL  THEROUX

EIN  LETZTES  MAL  IN  AFRIKA     Reiseabenteuer

Zehn Jahre nach seiner ersten großen Reise in das »Königreich des Lichts« kehrt Paul Theroux zurück in sein geliebtes Afrika – und findet ein zerstörtes Paradies. Er will von Kapstadt durch Namibia und Angola nach Timbuktu reisen, doch mit jeder Meile nordwärts werden das Elend, die Korruption und sein Ringen mit den Entwicklungen des 21. Jahrhunderts und den Bemühungen der Hilfsorganisationen gewaltiger.
Trotz aller Schönheit, von der er mit Wärme erzählt, bricht er seine Reise ins Herz der Finsternis ab und kehrt zurück nach Südafrika.

Sein Buch erzählt von einem Kontinent im Niedergang, von einem empfindsamen Menschen und von dessen Erschütterungen. Intensiv, kontrovers und mitreißend. (Verlagstext)

Autor:
Paul Theroux, geboren 1941 in Medford, Massachusetts/USA, ist mit mehr als dreißig veröffentlichten Büchern einer der weltweit populärsten Gegenwartsautoren. Weltruhm erlangte er vor allem als Reiseschriftsteller. Daneben verfasste er autobiographisch beeinflusste Romane. Theroux ist seit 2013 Mitglied der American Academy of Science and Arts. Er lebt mit seiner Familie auf Hawaii und auf Cape Cod.

Von Kapstadt nach Angola - Ein schonungsloser Blick auf Afrikas Gegenwart und Zukunft (Verlagstext)

Paul Theroux
Ein letztes Mal in Afrika  
Softcover, 515 g
Format  130 mm x 197 mm
432 Seiten
1.Auflage August 2018
nur Euro 16,99 inkl. MwSt.    jetzt kaufen


DuMont Reiseabenteuer - das sind Reisen im Kopf tief hinein in ferne Länder, ein intimer Blick hinter die Kulissen fremder Welten und Kulturen. Sie fesseln und bereichern alle Menschen, die selbst am liebsten ständig zu neuen Horizonten aufbrechen möchten. Auslandskorrespondenten, hochkarätige Journalisten und international renommierte Schriftsteller erzählen mal mit Humor, mal mit feiner poetischer Note, aber immer mit Feingefühl und Respekt von ihren Begegnungen mit Menschen. Sie lassen hautnah an ihren Reiseerlebnissen teilhaben, als wäre man mit dabei ...

NEU: Im Schatten des Löwen

DuMont
Neuerscheinung


WOLF - ULRICH  CROPP

IM  SCHATTEN  DES  LÖWEN    Reiseabenteuer

»Hier ist Afrika am schönsten.« Mit diesen Worten nimmt uns der Afrika-Kenner Wolf-Ulrich Cropp mit auf seine jüngste Reise durch drei afrikanische Länder: Namibia, Botswana und Simbabwe.

Gemeinsam mit ihm lauschen wir den schwarzen Trommeln der Kalahari und erleben den Tanz der Ockermenschen vom Omumborombonga-Baum der Himba. Begleitet von dem Geheul der Hyänen, dem tiefen Grunzen der Flusspferde und dem Trompetenstoß der Elefantenbullen erkunden wir magische Tierwelten und spätestens bei der Ankunft am Atlantik packt auch den letzten Leser das afrikanische Reisefieber.

Cropps schillernder und kenntnisreicher Bericht ist zugleich eine Hommage an die letzten Naturgesellschaften Afrikas. (Verlagstext)

Autor:
Wolf-Ulrich Cropp, geboren 1941 in Hamburg, lernte als Manager im In- und Ausland alle Kontinente kennen. Seit 1997 widmet er sich ganz dem Reisen und Schreiben. Er fuhr tausende Kilometer durch Alaska, wanderte durch den Dschungel West- und Zentralafrikas und segelte mit einer Dhau von der Ostküste Afrikas nach Sansibar. Zuletzt erschien von ihm das Reiseabenteuer "Wie ich die Prinzessin von Sansibar suchte".
Cropp ist Jurymitglied der Literaturpreise „Walter-Kempowski“ und „Irmgard-Heilmann“. (Verlagstext)

Wolf-Ulrich Cropp
Im Schatten des Löwen   
Format 130 mm x 197 mm
Softcover, 524  g
440 Seiten
1.Auflage August 2018
nur Euro 14,99 inkl. MwSt.    jetzt kaufen


DuMont Reiseabenteuer - das sind Reisen im Kopf tief hinein in ferne Länder, ein intimer Blick hinter die Kulissen fremder Welten und Kulturen. Sie fesseln und bereichern alle Menschen, die selbst am liebsten ständig zu neuen Horizonten aufbrechen möchten. Auslandskorrespondenten, hochkarätige Journalisten und international renommierte Schriftsteller erzählen mal mit Humor, mal mit feiner poetischer Note, aber immer mit Feingefühl und Respekt von ihren Begegnungen mit Menschen. Sie lassen hautnah an ihren Reiseerlebnissen teilhaben, als wäre man mit dabei ...

Freitag, 7. September 2018

NEU: Big Barrels

Clink Street Publishing 
Neuerscheinung


NJ  AYUK und Joao Gaspar Marques

BIG  BARRELS:
AFRIKANISCHES  ÖL  UND  GAS  UND  DAS  STREBEN  NACH  WOHLSTAND

Ein Jahr nach der Erstveröffentlichung in englischer Sprache erscheint nun die deutsche Fassung des
internationalen Rohstoff-Bestsellers „Big Barrels: Afrikanisches Öl und Gas und das Streben nach Wohlstand“.

“Die besondere Art der Erzählperspektive führte zum Erfolg dieses Buches", erklärt Autor NJ Ayuk, ein führender Energierechtler und erfolgreicher Anwalt afrikanischer Unternehmer, der heute als eine der wichtigsten Persönlichkeiten der afrikanischen Wirtschaft gilt. 

"Big Barrels erzählt eine bisher unbekannte Geschichte der afrikanischen Öl- und Gasindustrie, eine Geschichte der positiven Errungenschaften und eine Geschichte der Hoffnung. Denn letztlich ist es die Hoffnung, mit der die afrikanische Ressourcenindustrie auch die Aussichten der afrikanischen Volkswirtschaften und ihrer Menschen verändern muss."

Die englische Version des Buches wurde im Juni 2017 auf der - Africa Oil & Power - Konferenz in Kapstadt veröffentlicht und ist seither ein großer Hit im englischsprachigen Ausland, inklusive vieler afrikanischer Länder. 
Das Buch setzt sich mit dem Eindruck auseinander, dass Öl und Gas in Afrika nur Schlechtes bringen, und argumentiert gegen die Wahrnehmung eines solchen "Ressourcenfluchs".

Big Barrels greift auf spezifische Fallstudien aus Ländern wie Nigeria, Ghana, Angola, Tansania und Äquatorialguinea zurück, um zu zeigen, wie afrikanische Volkswirtschaften auch positive Schritte bezüglich der Förderung ihrer Öl- und Gasvorkommen eingeleitet haben. Insbesondere wird auf
Erfolgsgeschichten wie beispielsweise die gute Regierungsführung in Ghana, Umweltschutz in Gabun sowie Beschäftigung und Unternehmensgründung in Nigeria verwiesen. Auf diese Weise öffnet Big Barrels die Manege für eine afrikanische Perspektive rund um die Öl- und Gasindustrie des Kontinents.

Seit Erstveröffentlichung hat Big Barrels bereits mehrfach in deutschen und internationalen Medien
auf sich aufmerksam gemacht. Der Bestseller wurde wiederholt in BBC Africa, CNBC, Forbes Africa, Bild Zeitung, Financial Afrik, SBC, Deutsche Welle und Voice of America vorgestellt und eingehend diskutiert.
In den Worten von Funke Michaels, einer Mason Fellow an der Harvard University: "Ich
lerne Leser kennen, die durch dieses Werk ermutigt, ja förmlich befreit wurden von dem Mythos,
dass der sogenannte “Ressourcenfluch“ in Afrika unheilbar sei.“

Die deutsche Ausgabe des Buches wird vom 5. bis 7. September 2018 auf der “Africa Oil & Power”
Konferenz in Kapstadt vorgestellt. (Quelle: Azmediacommunications)

Autor:
NJ Ayuk ist führender Energierechtler, erfolgreicher Anwalt afrikanischer Unternehmer und gilt heute als eine der wichtigsten Persönlichkeiten der afrikanischen Wirtschaft. Als Global Shaper
des World Economic Forums, von Forbes als einer der zehn einflussreichsten Männer Afrikas in 2015 gekürt sowie als bekannter Dealmaker im Petroleum- und Energiesektor widmet NJ seine Karriere der Unterstützung von Unternehmern und der Karrierebildung von jungen afrikanischen Anwälten.
Als Gründer und CEO der Centurion Law Group, einer panafrikanischen Anwaltskanzlei, bemüht sich NJ um die Sicherstellung der positiven Beeinflussung afrikanischer Gesellschaften durch den Öl- und Gassektor.
NJ Ayuk graduierte an der Universität von Maryland College Park und erwarb einen Juris Doctor am William Mitchell College of Law. (Quelle: Azmediacommunications)


Nj Ayuk und Joao Gaspar Marques
Big Barrels: Afrikanisches Öl Und Gas Und Das Streben Nach Wohlstand  
178 Seiten
1.Auflage 2018
Euro 23,20 gebundenes Buch , 12,50 Taschenbuch
Verlag: CLINK STREET PUB
Das Buch ist bei Amazon, Barnes & Noble und anderen Händlern erhältlich.


Mittwoch, 5. September 2018

Rezension: Der vierte Spiegel

HWS
Rezension

Cluse Krings

Der vierte Spiegel                   

Der letzte Emir der Omayyaden, Abderrahmane ist nach einer abenteuerlichen Flucht aus Damaskus, die im ersten Band ausführlich beschrieben wird, in Ifriqiya (dem heutigen Tunesien) angekommen.
Die Familie seiner Mutter, die als Sklavin nach Syrien an den Hof gebracht wurde, hat ihn und seine Begleiter aufgenommen. Nun lebt er mit ihnen einige Jahre und lernt die Sitten und Gebräuche der Nafsa-Berber kennen.

In Syrien hatten die Abbasiden die Omayyaden vom Kalifenamt und der Macht vertrieben, in dem sie alle Mitglieder der Familie ermordeten, außer Abderrahmane und zwei Brüder, die nicht an dem letzten Bankett teilnahmen, bei dem das Gemetzel stattfand.

Nun erfährt Abderrahmane, dass der Führer der Abbasiden nicht mehr lebt. Er muss sich nicht mehr verstecken. Mit den Amazigh seiner Familie kann er sich nicht recht anfreunden, zu fremd ist ihm die Kultur der Berber in der Nordsahara. Er sendet seinen Diener in das heutige Andalusien, wo dieser die Ankunft des letzten Omayyaden-Emirs vorbereitet.

In Andalusien haben sich schon früher einige Omayyaden niedergelassen und Abderrahmane hofft auf deren Unterstützung bei seiner Ankunft. Die Situation vor Ort ist verwirrend, denn die vielen Gruppen - Goten, Amazigh, Araber, Juden, Christen und Muslime, Sunniten, Schiiten - wollen sich nicht einigen.
Abderrahmane wird von seinem Diener als künftiger Emir von Al Andalus, Befehlshaber der Gläubigen von Al Andalus angekündigt, aber seine Ankunft auf der iberischen Halbinsel verläuft eher ruhig als mit Prunk. Nachts landet das Schiff an der Küste, mit dem er das Mittelmeer überquert und die kleine Karawane mit den Neuankömmlingen und Begleitern macht sich eher heimlich und vorsichtig auf den Weg in das Landesinnere.

Zu verworren ist die Lage und ob alle Gruppen sich zu Abderrahmane hinwenden ist fraglich. Er muss sich auf viele neue Ratgeber verlassen, aber ist sich nicht sicher, ob er auch allen vertrauen kann.
Zwischen dem aktuellen Herrscher Jusuf und seinem General al-Sumail herrschen Spannungen und jeder will regieren. Da kommt Abderrahmane gerade recht, aber dieser hält zunächst nicht viel von Schlachten, sondern bemüht sich mit Verhandlungen die uneinigen Gruppen hinter sich zu sammeln. So werden seine Anhänger auf dem Weg nach Cordoba immer zahlreicher. Seine Begleiter allerdings nutzen die Ankunft des letzten Omayyaden zur Vorbereitung auf eine große Schlacht und mit List wird das Heer von Jusuf geschlagen.

Nach und nach einigt Abderrahmane das Land und verteidigt es gegen erneute Angriffe der Abbasiden, Karolinger und rachsüchtigen Gegnern im eigenen Land.
Nach über 20 Jahren an der Macht zieht Abderrahmane ein gemischtes Resümee. Sein Sohn Hischam I. wird 788 Nachfolger sein auf dem Thron.
Am Ende seiner Regierungszeit lässt er die heute berühmte Moschee von Cordoba bauen, dessen Fertigstellung er nicht mehr erlebt.

Autor:

Cluse Krings, geboren 1959 in Aachen, lebt und arbeitet in Berlin, München und Almeria. Er ist ein deutscher Autor, Theatermann, Ethnologe und Journalist. 2008 veröffentlichte Cluse Krings den ersten Band einer Roman-Biographie über Abd ar-Rahman I., den ersten Emir von Córdoba, unter dem Titel Die vier Spiegel des Emirs von Córdoba. Zwischen 2011 und 2013 erarbeitete er den Soundtrack für das Hörbuch Der Emir von Córdoba mit Musikern aus Berlin, Kairo und Andalusien. 2014 erschienen zeitgleich das Hörbuch und ein Album mit einer Musikauskopplung des Hörbuchs unter dem Titel New Andalusian Music. Seit Mitte der 2010er Jahre nutzte Cluse Krings seine Erfahrungen aus mehr als 20-jähriger Forschung zum aufgeklärten Islam Andalusiens für die Arbeit mit jungen Flüchtlingen. Er hält Vorträge über den Umgang von Therapeuten und Ärzten mit Menschen aus fremden Kulturen. Politisch vertritt er die These, dass die zunehmend ablehnende Haltung gegenüber Flüchtlingen in Teilen der Bevölkerung von Politik und Medien systematisch erzeugt wurde. (Quelle: Wikipedia)


Fazit:
Dass das zweite Buch die Fortsetzung des ersten Bandes ist, erkennt man bereits an der Seitennummerierung, die fortlaufend ist und nach 1158 Seiten endet die Geschichte. Ebenso interessant ist auch die Entstehung, die Cluse Krings im Anhang unter dem Titel „Dichtung und Wahrheit“ auf über 40 Seiten detailliert erläutert. Nach 20jähriger Arbeit liegt nun ein sehr ausführliches Buch vor, das das Leben des letzten Omayyaden-Emirs Abderrahmane I. (ca. 730 - 788) nachzeichnet, von dem man kaum mehr wussste, als das er vor den Abbasiden nach Spanien geflohen war. Und doch fand der Autor bei seinen Recherchen viele historische Quellen und die meisten Personen, die im Buch eine größere Rolle spielen, sind historisch belegt.

Der Autor stellt den Beginn des Mittelalters durch die Beschreibung der Gegebenheiten im 8. Jahrhundert wie Sitten und Gebräuche der Einheimischen, Klima, Vegetation und Landschaft bildhaft vor. Die über Jahrhunderte mündlichen Überlieferungen finden sich, zusammen mit Erkenntnissen durch Ausgrabungen und Forschungen aus neuerer Zeit im Text wieder.
Das ausführliche Glossar und die Literaturhinweise komplettieren die interessante und spannende Biographie.
Das Buch ist eher ein romanhaftes Sachbuch als ein Historienroman, manchmal etwas langatmig, aber durchaus flüssig zu lesen, lehrreich und empfehlenswert.




NEU Siddhartas letztes Geheimnis

DVA
Neuerscheinung

ERICH  FOLLARTH  

SIDDHARTAS  LETZTES  GEHEIMNIS 
Eine Reise über die Seidenstraße zu den Quellen des Buddhismus

Sachbuch

Eine faszinierende Reise durch Geschichte und Gegenwart des Buddhismus

Er war Entdecker, Wissenschaftler, Abenteurer – und ein zutiefst gläubiger Reisen-der auf der Suche nach Erleuchtung. Gegen den Willen des chinesischen Kaisers zog der Mönch Xuanzang im Jahr 629 durch Wüsten und über Gebirgspässe der Seidenstraße nach Indien, auf der Suche nach Zeugnissen des Religionsstifters Siddharta Gautama.
Siebzehn Jahre und viele dramatische Erlebnisse später kehrte er im Triumph in die Heimat zurück, seine spirituelle Suche machte ihn zur Legende.
»Siddhartas letztes Geheimnis« lässt sich gleichermaßen als spannende historische Biografie, als Einführung in den Buddhismus und als geopolitische Analyse der heutigen Weltmächte China und Indien lesen.

Bestsellerautor Erich Follath hat sich ein Jahr lang auf seine Spur begeben und zeichnet das Leben und die Abenteuer des Xuanzang nach. (Verlagstext)


Autor:
Erich Follath, 1949 geboren, ist promovierter Politikwissenschaftler und bekannter Sachbuchautor. Lange Jahre war er für den SPIEGEL als Diplomatischer Korrespondent und als Auslandschef tätig, unterwegs war er vor allem im Nahen Osten, auf dem indischen Subkontinent und in Ostasien. Über die Geschichte dieser Regionen, über die Menschen und ihre Kulturen hat er zahlreiche Reportagen geschrieben. Seine Bücher »Das Vermächtnis des Dalai Lama« (2007) und »Die neuen Großmächte« (2013) wurden zu Bestsellern. Für »Jenseits aller Grenzen« (2016) hat er innerhalb eines Jahres die wichtigsten Stationen des Ibn Battuta besucht und die Eindrücke mit seinen früheren Reiseerlebnissen vereint. (Verlagstext)

Erich Follath
Siddhartas letztes Geheimnis  
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag
16-seitiger farbiger Bildteil  
Format 13,5 x 21,5 cm
384 Seiten  
1.Auflage 27.August 2018
Euro 24,- inkl. MwSt.     hier kaufen  



NEU: Der vierte Spiegel

HWS 
Neuerscheinung

CLUSE  KRINGS

DER  VIERTE  SPIEGEL  
des Emirs von Cordoba    

Historischer Roman

Der zweite und abschließende Band der viel gelobten historischen Saga um den Emir von Córdoba:
Die andalusischen Jahre des Abd al-Rahman I.

Eine Reise zurück in eine längst vergangene Welt. Mit dem Schwert wird ein neues Reich gefügt.
Ein Reich, das Jahrhunderte später noch als das herausragende Beispiel für Offenheit und Toleranz
gepriesen werden soll. (Verlagstext)


Autor:
Cluse Krings, geboren 1959 in Aachen, lebt und arbeitet in Berlin, München und Almeria. Er ist ein deutscher Autor, Theatermann, Ethnologe und Journalist. 2008 veröffentlichte Cluse Krings den ersten Band einer Roman-Biographie über Abd ar-Rahman I., den ersten Emir von Córdoba, unter dem Titel Die vier Spiegel des Emirs von Córdoba. Zwischen 2011 und 2013 erarbeitete er den Soundtrack für das Hörbuch Der Emir von Córdoba mit Musikern aus Berlin, Kairo und Andalusien. 2014 erschienen zeitgleich das Hörbuch und ein Album mit einer Musikauskopplung des Hörbuchs unter dem Titel New Andalusian Music. Seit Mitte der 2010er Jahre nutzte Cluse Krings seine Erfahrungen aus mehr als 20-jähriger Forschung zum aufgeklärten Islam Andalusiens für die Arbeit mit jungen Flüchtlingen. Er hält Vorträge über den Umgang von Therapeuten und Ärzten mit Menschen aus fremden Kulturen. Politisch vertritt er die These, dass die zunehmend ablehnende Haltung gegenüber Flüchtlingen in Teilen der Bevölkerung von Politik und Medien systematisch erzeugt wurde. (Quelle: Wikipedia)

Die ideale Urlaubslektüre für Spanien

Cluse Krings
Der vierte Spiegel
Softcover mit aufwendiger grafischer Gestaltung
Beiliegendes Lesezeichen
38 Abbildungen
674 Seiten mit wissenschaftlichem Index
1. Auflage 2018
Euro 29,- inkl. MwSt.     hier kaufen



NEU: Was uns kostbar ist

Lenos Verlag
Neuerscheinung

KAOUTHER  ADIMI

WAS  UNS  KOSTBAR  IST   Roman

Ryad soll eine alte Buchhandlung in Algier leer räumen. Was er vorfindet, ist ein geschichtsträchtiger, einzigartiger Ort: Hier wirkte Edmond Charlot (1915–2004), der 1936 mit Les Vraies Richesses ein blühendes Zentrum der Bücher gründete, Bibliothek, Verlag und Treffpunkt in einem.

Edmond Charlot entdeckte Albert Camus und weitere literarische Größen des 20. Jahrhunderts und engagierte sich unermüdlich für die Literatur. Während des Zweiten Weltkriegs wurde er »der Verleger des freien Frankreichs« genannt, Autorinnen und Autoren aus aller Welt gingen ein und aus. Er überlebte eine Inhaftierung unter dem Vichy-Regime, Papiermangel, finanzielle Nöte und zwei Sprengstoffattentate.

Kaouther Adimi gelingt mit ihrem preisgekrönten Roman eine Hommage an die Literatur und einen herausragenden Förderer. Lebensnah und einfühlsam skizziert sie mit Charlots fiktivem Tagebuch Momentaufnahmen aus seinem bewegten Leben, eingebettet in die Geschichte des kulturell und politisch engverwobenen Mittelmeerraums. Und sie schlägt den Bogen in die Gegenwart, wo ein Student Charlots Welt der Literatur neu entdeckt.
Ausgezeichnet mit dem Prix Renaudot des lycéens und dem Prix du Style 2017. (Verlagstext)

Autorin:
Kaouther Adimi, geboren 1986 in Algier, lebt und arbeitet seit 2009 in Paris. Ihr erster Roman, Des Ballerines de papicha, erschien 2010 in Algerien und wurde 2011 unter dem Titel L’Envers des autres auch beim französischen Verlag Actes Sud aufgelegt; die Autorin wurde dafür mit dem Prix littéraire de la vocation und dem Prix littéraire de l’Association France-Algérie ausgezeichnet. Inzwischen hat sie ihren dritten Roman veröffentlicht. (Verlagstext)

Aus dem Französischen von Hilde Fieguth

Kaouther Adimi
Was uns kostbar ist
Hardcover gebunden, mit Schutzumschlag
224 Seiten
1.Auflage 2018
Euro 22,- inkl. MwSt.     hier kaufen


Pressestimmen
»Dieses unglaublich schöne Buch ist eine Reise nach Algerien und eine Hommage. An einen Mann und seinen grössten Schatz: die Literatur.«
Annabelle Hirsch, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

»Ein grossartiger, überwältigender Roman.«  Le Figaro


Donnerstag, 7. Juni 2018

Rezension: Der Erzähler von Algier

Papermoon
Rezension


Naceur-Charles Avecal

Der Erzähler von Algier      

Algerier habe ich bisher als freundlich zurückhaltende Männer, eher vornehm reserviert kennen gelernt, manchmal sogar wortkarg. Dann habe ich vor einiger Zeit einen Zeitungsartikel über einen algerischen Märchenerzähler gelesen und nun hat er bereits zwei Bücher herausgegeben, das neueste ist „Der Erzähler von Algier“ - Naceur-Charles Aceval.

27 Erzählungen und Märchen aus dem nordafrikanischen Maghreb (Tunesien, Algerien, Marokko) und Afrika, manche sehr kurz, andere einige Seiten lang, sind in diesem, knapp einhundert Seiten starken Band gesammelt. Anstelle eines Vorworts erzählt Herr Aceval über die Art und Weise, wie er sich vorbereitet, wie er Märchen für sich auswählt bzw. sie zu ihm kommen und er sich zuerst die Geschichten selbst erzählt, bevor er sie dem Publikum präsentiert.

Am Ende des Buches beschreibt sein Sohn, Hakim Aceval, den Lebensweg seines Vaters in Europa, der sich vom Gastarbeiter aus Algerien zum Koch, Philosophen und dann zum Märchenerzähler gewandelt hat.

Sagen und Legenden gibt es überall auf der Welt und so ähneln manche den deutschen Volksmärchen oder den Erzählungen von Tausend und einer Nacht, dann gibt es natürlich die eigenen Märchen aus Algerien.

Die Akteure im ersten wie im zweiten Buch sind neben Prinzessinnen, Prinzen, Sultane und Wesire, auch Nomaden, schlaue Bauerstöchter, Schneider, Zauberlehrlinge, Fischer, Sternenfrauen und Philosophen. Sie sind auf der Suche nach Weisheit, Reichtum, Glück und Wohlergehen.  
Löwen, Schmetterlinge, Eulen und Äpfel geben dem Schicksal seinen Lauf.

Das Besondere an diesem Buch ist, dass der Verfasser den Leser direkt anspricht und ihn auffordert, die Geschichten weiter zu erzählen, so, wie es bei den Erzählabenden* ist, die man auch mit einem leckeren Essen buchen kann.

Im ersten Buch „Der Mann, der nicht sterben wollte“ werden vierzehn Erzählungen vorgestellt und die Geschichte des Mannes, der nicht sterben wollte, stellt die Rahmenhandlung dar, ganz nach der Vorlage der Erzählungen von Tausend und einer Nacht. Der Mann ist unterwegs und sucht einen Ort ohne Friedhof, weil er Angst vor dem Sterben hat. Als er glaubt am Ende seiner Reise angekommen zu sein, erlebt er eine unangenehme Überraschung.

Autor:
Naceur-Charles Aceval wurde 1951 in der Region Tiaret im Nordwesten Algeriens geboren. 1974 kam er über Frankreich nach Deutschland und lebt hier mit seiner Familie. Durch seine Erzählabende und seine Bücher versucht Aceval eine „Brücke zwischen dem Maghreb und Europa zu bauen“ (Verlag).

Fazit:
Sehr gut zu lesende Bücher, amüsant, lehrreich und vergnüglich. Märchen verbinden die Kulturen und so kommen einem etliche bekannt vor.
Auch der vielseitige Lebensweg des Vaters ist vom Sohn im neuen Buch interessant beschrieben. Beide Bücher sind empfehlenswert für aufgeschlossene Leser internationaler Märchen und Geschichten.


*Die Erzählabende, die auch für Kinder angeboten werden, dauern etwa eine Stunde und können durch Couscous oder Tajine ergänzt werden.




Sonntag, 20. Mai 2018

NEU: Unheimliche Orte in Deutschland

Frederking und Thaler

Neuerscheinung

HENNING  AUBEL   (Hrsg.)

DAS  BUCH  DER  UNHEIMLICHEN  ORTE  IN  DEUTSCHLAND
Schaurige Plätze und ihre Geschichten

- Düstere Sagen und gruselige Begebenheiten zwischen Hexenwald und Höllental
- Verwunschene Kultstätten, mystische Wälder und Hexenplätze und ihre Geschichte
- Mit historischen Karten sowie Bildmaterial aus dem ganzen Land

Geheimnisvolle Seen, legendäre Spukorte, Nixen, Moorleichen, verlassene Klöster und keltische Kultstätten: In Deutschland gibt es eine Vielzahl verwunschener Orte und sagenumwobener Plätze. Ob Blautopf, Falkensteiner Höhle, Externsteine oder Kyffhäuser: Dieser Bildband über Lost Places und das sagenhafte Deutschland porträtiert mystische Orte und verfluchte Stätten. Er lüftet Geheimnisse und stöbert dabei den ein oder anderen Waldgeist auf.


Herausgeber:
Als Redakteur, Lektor und Autor widmet sich Henning Aubel vor allem Themen aus Natur und Technik, Geschichte und Politik, Länderkunde und Reisen. Er entwickelt auch Konzepte und wagt sich an umfangreiche Aufgaben heran. Mit wachem Auge blickt der gelernte Historiker gern hinter die Dinge, um unter der Oberfläche Verborgenes ans Licht zu bringen.
mehr

  
Henning Aubel
Das Buch der unheimlichen Orte in Deutschland
Hardcover, ca. 140 Abbildungen
Format 19,3 x 26,1 cm
224 Seiten
1.Auflage März 2018
Euro 25,99  inkl. MwSt.   hier kaufen

Eine Buchbesprechung lesen Sie hier: Unheimliche Orte in Deutschland

Sonntag, 13. Mai 2018

Rezension: Madame LaFrance

Sujet
Rezension

MAISSA  BEY

Madame LaFrance                   

Das Kind hütet Ziegen, es schaut auf das Meer und sieht Schiffe aus dem morgendlichen Dunst auftauchen, immer mehr, Hunderte mit Matrosen und Soldaten und Kanonen.

Die  weiße Stadt erwacht, es ist Algier am Ende der osmanischen Zeit. Die Einwohner wissen noch nicht, was das Kind schon gesehen hat. Bald werden sie sich an die Kämpfe erinnern müssen. Es ist der 14. Juni 1830, als 37000 Mann einige Kilometer westlich von Algier an Land drängen und die weiße Stadt erobern. Der Beginn der Unterdrückung, Ausbeutung und des französischen Terrors in Algier, Oran, Constantine und allmählich des ganzen Landes.

Madame LaFrance ist angekommen.

Sie bringt kräftige Männer mit, die für sie die Sümpfe trocken legen, die für sie Straßen und Brücken bauen, die für sie Eisenbahnlinien verlegen, die für sie und nur für sie Felder bestellen und reiche Ernte einfahren, die das Mutterland dringend benötigt.

Madame LaFrance ist ehrgeizig.

Sie will, dass die Kinder der Araber zur Schule gehen und ihr Land lieben. Deshalb müssen sie jeden Morgen den Satz wiederholen: Ich liebe mein Land, Frankreich.
Wenn die Väter und Mütter des Landes sich wehren, werden sie in Höhlen getrieben mitsamt ihren Kindern, Nachbarn, Ochsen und Pferden. Dann wird die Höhle verschlossen und angezündet. Ganze Dörfer wurden dadurch ausgerottet. Warum ist das Kind an diesem Morgen aus dem Zelt gekrochen und hat sich auf dem Hügel versteckt? So hat es das Unglück mitansehen müssen. Allerdings kann es dadurch von dem Unfassbaren berichten, später, wenn es groß ist. Denn einem Kind würde man nicht glauben.

Madam LaFrance ist stolz.

Endlich ist es geschafft. Die Aufrührer vernichtet, das Land besetzt  und eingenommen. Nun können die Siedler kommen. Lange genug hat es gedauert und schwierig war es, die Aufstände niederzuschlagen. In Amerika ging es besser. Die Rothäute wurden mit Feuerwasser besiegt, aber die Araber trinken nicht. Andere Mittel mussten angewendet werden.

Madame LaFrance kann sich auf ihre treuen Untergebenen verlassen.

Ihre Barone, Fürsten, Akademiker, Soldaten der französischen Revolution. Dass ihre Strategien in Algerien auf so großen Widerstand stoßen, damit hat Madame nicht gerechnet. Dieses „hinterwäldlerische Volk“ wird nicht gehorsam, nicht dankbar, wehrt sich, hinterfragt die Macht von Madame LaFrance, will sie verjagen, dieser Emir Abdelkader und seine Anhänger, was erlaubt er sich?
Aber ihre treu ergebenen Strategen haben Erfahrung, sie werden mit den „zerlumpten, schmierigen Habenichtsen..“ schon fertig. Die Siedler vertreiben die rechtmäßigen Besitzer von ihren Feldern und siedeln ganze Dörfer um, trennen Familien und sperren sie in Lager.

Madame LaFrance hört nicht auf die warnenden Stimmen.

Sie hört nur, was sie hören will. Sie ist die „Herrscherin über ihre Ländereien“ und erfreut sich beim Anblick der Kirchen und Paläste auf denen die Trikolore in der afrikanischen Sonne flattert. Auf den Rathäusern liest sie zufrieden die Worte: „FREIHEIT, GLEICHHEIT, BRÜDERLICHKEIT“. Sie glaubt, ihre algerischen Kinder haben sich mit ihrer Präsenz abgefunden und lieben ihr neues Vaterland, für das sie schon in den Krieg ziehen mussten, im fernen Europa (1870/71).

Das Kind sieht alles, hört alles, es lernt, es geht zur Schule und lernt. Die Lehrerin redet von Zivilisation, sie wiederholt das Wort oft. Davon, dass sie aus den Kindern kleine gute Franzosen machen wird, die sauber sind, sich jeden Morgen waschen, rechnen und Französisch lernen. Sie will ihnen beibringen, wie man „Gemüse und Obstbäume“ anpflanzt, Frankreich, das Heimatland zu lieben, nützlich und ehrlich zu sein.

Das Kind weiß eigentlich gar nicht, was das Wort Zivilisation für es bedeuten soll. Denn schon bevor Madame LaFrance in sein Land kam, konnten der Vater und der Großvater das Land bestellen, es gab Oliven, Feigen, Orangen, Weintrauben in Hülle und Fülle, sie lebten gut von der Ernte. Sauber sind sie auch, denn vor jedem Gebet wäscht man sich, nicht nur einmal am Morgen, sondern fünfmal am Tag!  Sie konnten auch schon lesen, bevor Madame LaFrance kam, nämlich arabisch und den Koran.

Das Kind fragt sich, ob Zivilisation heißt so zu werden, wie die Franzosen? Aber wie soll es ein guter Franzose werden, wenn es bereits ein guter Araber ist ?
Das Kind traut sich nicht, seine Lehrerin Madame LaFrance dies zu fragen, es erträgt das Schicksal „Mektoub“ - noch!

Madame LaFrance ist vorsichtig.
Die Gewehre sind stets geputzt und einsatzbereit.

Das Kind sieht die Entwicklung voranschreiten. Es sieht, wie sich Madame LaFrance feiern lässt, mit einem großartigen Jahrmarkt in Paris zum 100jährigen Bestehen der Kolonie in Algerien.
Es beobachtet die schweren, grausamen Schicksalsschläge, die sein Land noch erleben muss, bevor es endlich zurückschlägt und die elenden französischen Terroristen aus seinem Land vertreiben kann.

Autorin:
Maissa Bey heißt eigentlich Samia Benameur und wurde 1950 in der Nähe von Algier geboren. Sie studierte Romanistik und arbeitete als Pädagogin. Im Kontext der blutigen Auseinandersetzungen, die ihr Land während des sogenannten schwarzen Jahrzehnts (1992-2002) überkamen, begann sie unter dem Namen ihrer Großmutter zu schreiben. Maissa Bey, die sich selbst als „Araberin von Geburt, Kultur und Sprache, tief geprägt von der muslimischen Kultur und Tradition“ bezeichnet, wählt die Ausdrucksform der Literatur, um mehr zu sein als eine stumme, passive Zeugin im Angesicht ihrer gewaltsamen und herausfordernden Zeitgeschichte.
Maissa Bey lebt und arbeitet in Sidi Bel Abbes in Algerien. (Verlag)


Fazit:
Maissa Bey untersucht in ihren Büchern Ausgeblendet und Madame LaFrance die Beziehung zwischen Algerien und Frankreich. Dazu greift sie einzelne Tatsachen aus der Geschichte auf,  um menschliche Schicksale (Begegnung zweier Personen, Verhöre, Folter, Tod in Ausgeblendet) oder die Kolonialisierung Frankreichs in Algerien (Madame LaFrance) zu beleuchten.
Sie macht sich intensiv Gedanken, wie diese unmenschliche, grausame Zeit für heutige Leser nachvollziehbar wird und entwickelt die Allegorie des unschuldigen Kindes, das mitansehen muss wie ihm sein Land von Fremden weggenommen wird. Es kann nicht verstehen, warum Fremde kommen und diktieren, was seine Eltern, Geschwister, Nachbarn zu tun und zu sagen haben - erstaunt, hilflos und machtlos.
Das Kind Algerien beobachtet die arrogante Dame Frankreich, die sich in seinem Land breitmacht, nimmt, was es will.
Aus der Sicht der Madame Frankreich stellt sich die Geschichte anders dar. Man muss den „Wilden“ die Zivilisation bringen. Wenn sie die nicht annehmen, müssen sie vernichtet werden. Wir werden es ihnen schon zeigen, wie das geht. In unserem Land, denn Algerien gehört zu Frankreich.

In 25 Kapiteln werden 132 Jahre Kolonialisierung und der Widerstand dagegen präzise reflektiert und ergreifend dargestellt. Ein Kind, das beobachtet und erlebt ist für den Leser ein besserer Protagonist als eine unpersönliche Masse von Menschen in einem Land. Und Frankreich die Persönlichkeit einer „Madame“ - einer Diva - zu geben, die das Kind bedroht, wirkt für den Leser greifbarer und nachvollziehbar, als nur die Beschreibung unpersönlicher Tatsachen der Geschichte als Ganzes - ein genialer Einfall der Schriftstellerin.

Ein intensives, beeindruckendes und betroffen machendes Buch, weil es die Taten und Tatsachen ausspricht und nicht „unter den Teppich kehrt“ oder „Ereignisse“ daraus macht, die während der Besetzung Frankreichs von 1830 bis 1962 und während des Unabhängigkeitskrieges von 1954 bis 1962 geschehen sind.
Ein herausragendes Dokument, unbedingt lesenswert.

zum Angebot

Freitag, 4. Mai 2018

NEU: Der Erzähler von Algier

Papermoon

NACEUR  CHARLES  ACEVAL
 
DER  ERZÄHLER  VON  ALGIER
Geschichten aus dem Maghreb und von anderswo nacherzählt  

„Was kann ich tun, um die Menschen glücklich zu machen?“ fragte er sich. „Was kann ich ihnen geben, damit sie glücklicher werden und so die Welt besser wird?“ Er kam auf die Idee, den Menschen das zu schenken, was für ihn am kostbarsten war: seine Geschichten, Märchen und Legenden.

 Der gebürtige Algerier Naceur-Charles Aceval hat sich eben dies seit Jahren zur Aufgabe gemacht. Geboren wurde er 1951 in Algerien, als Sohn einer Nomadenfrau aus dem Stamm der Ouled-Sidi-Khaled aus der Region Tiaret und eines baskischen Siedlers, der in Algerien zur Welt gekommen war. Seit 1974 lebt Naceur-Charles Aceval in Deutschland und versucht durch seine Erzählungen eine Brücke zwischen dem Maghreb und Europa zu bauen.

Illustrationen von Bendix Bauer


Naceur-Charles Aceval
Der Erzähler von Algier
Hardcover, 88 Seiten
Format 13,5 x 21,5 cm
nur Euro 15,-  inkl. MwSt.    hier kaufen

Mittwoch, 2. Mai 2018

NEU: Souq - von Mezze bis Pistazientorte

ZS
NEU

NADIA  ZEROUALI  und  MERIJM  TOL

SOUQ  -  VON  MEZZE  BIS  PISTAZIENTORTE - SO  KÖSTLICH  SCHMECKT  DER  ORIENT


Das Mezze Kochbuch mit Orient Rezepten



Das Mezze Kochbuch „Souq“ lädt uns zu einer spannenden kulinarischen Reise entlang der Mittelmeerküste und zu Orient Rezepte ein. Auf über 250 Seiten bietet das opulente Buch „Souq“ eine Vielfalt der Küche der Regionen, in dem es die wichtigsten orientalischen kleinen Speisen, die so genannten Mezze, in all ihrer Vielfalt vorstellt. Mezze sind arabische Genüsse für Gäste, Feste, große Tafeln und großen Genuss. Von Hummus über Mini-Mussaka, Tabouleh, gefüllten Weinblättern, Labneh oder Kibbeh bis hin zu Dukkah und Fladenbrot. Klingt exotisch, ist es auch. Und dabei ganz einfach zuzubereiten. Mit wunderbaren Zutaten und Gewürzen wie Piment, Sumach, frischer Minze, mit Rosenblüten, Kardamom. Mit einer Prise Griechenland, vielleicht ein Gramm Zypern, ein wenig Marokko, Jordanien, Türkei oder Libanon. Ein Märchen aus 1001 Nacht – Orient Rezepte. Kochen, träumen – und genießen.

Autorinnen:
Nadia Zerouali & Merijn Tol schreiben seit Jahren über die arabisch-mediterrane Küche. Sie bereisten Länder wie die vier nordafrikanischen Staaten Tunesien, Algerien, Marokko und Westsahara, Südeuropa und den Mittleren Osten, probierten sich durch die Küchen, schauten bei einheimischen Frauen in die Töpfe. Seit 2017 kann man die beiden talentierten Damen auch im niederländischen Fernsehen auf ihren ganz persönlichen kulinarischen Reisen begleiten.

Nadia Zerouali & Merijn Tol
Souq - Von Mezze bis Pistazientorte
Hardcover mit Farbbildern
256 Seiten
1.Auflage April 2018
Euro 24,99 inkl. MwSt.   hier bestellen



Rezension : Souq - Von Mezze bis Pistazientorte

ZS 
Rezension


Souq - Von Mezze bis Pistazientorte - so köstlich schmeckt der Orient

Nadia Zerouali und Merijn Tol

Die Libanesin Nadia Zerouali und die Niederländerin Merijn Tol haben nun ihr sechstes Kochbuch herausgebracht: Souq - von Mezze  bis Pistazientorte - so köstlich schmeckt der Orient.
Auf über 200 Seiten dreht sich in diesem speziellen Buch alles um Mezze, den Vorspeisen, sowie einige „orientalische Grillspezialitäten“ und Desserts.

Ein Souq ist der Marktplatz in arabisch-sprachigen Ländern. Hier wird vom Kochlöffel zum Gewürz alles für die Küche verkauft, natürlich nicht nur für die Küche, es gibt auch Handwerkersouqs, Metallwarensouqs, Lederwarensouqs und viele andere.

Die beiden Köchinnen sind häufig auf Reisen, hauptsächlich im Libanon und seinen Nachbarländern. Von dort bringen sie neben Gewürzen auch neue Ideen für eigene neue Kreationen mit und testen Gerichte, Gewürzmischungen und Getränke. Und vor allem fordern sie die Leserin und den Leser nicht nur zum Nachkochen auf, sondern auch Mut zu haben und eigene Variationen auszuprobieren, falls die eine oder andere Zutat gerade nicht im Hause ist.

Wichtig sind für die beiden erfahrenen Köchinnen vor allem frische Zutaten von sehr guter Qualität.
Die Gerichte sind nicht unbedingt traditionell sondern entspringen oft der Phantasie der beiden Damen, die während ihrer Reisen immer neue Gerichte kennen lernen, zusammen mit den Gastgeberinnen kochen und dabei die Landesküche und ihre eigenen Ideen miteinander vermischen. Das Ergebnis liegt nun mit dem neuesten Buch vor, das rund 90 Rezepte enthält.

Schwerpunkt ist Mezze, kalt und warm. Die Tradition der „kleinen Mengen (probieren)“ (arabisch für Tamazzaza) des guten „Geschmacks“ (persisch für Mazza) stammt von den Levanteländern. Mezze   ähnelt den spanischen Tapas.

Zu Beginn des Buches werden Gewürze (Dillsamen, Piment, Tamarinde), Mischungen (Tabil, Bahrat, Likama, 7-Gewürze-Pulver) und andere Zutaten (Arganöl, eingelegte Zitronen, Fladenbrot, Couscous, Granatapfelmelasse), etc. vorgestellt, die die beiden Köchinnen in den Niederlanden auch vermarkten.

Zur Einstimmung gibt es Getränke wie Arak, das typische libanesische Anisgetränk, Rezepte für selbsthergestellte Limonaden, Ingwerbier oder Rosen-Barberry-Gin.

Danach kommt man zum eigentlichen Hauptthema, den Mezze. Vor jedem Rezept steht eine kleine Einleitung über das Gericht, die Erfahrung bei der ersten Zubereitung oder ein Erlebnis.
Wer hätte gedacht, dass im libanesischen Casino Mhanna auch Kartoffelbrei serviert wird? - eine Variante mit Knoblauch und Basilikum.

Labneh ist eingedickter Joghurt mit Salz auf den grünes Olivenöl geträufelt wird. Die beiden Köchinnen haben mit ihren vielen Labneh Abwandlungen in ihrem ersten Buch „Arabia bij je thuis (Arabien zu Gast)“ einen großen Erfolg erzielt und stellen auch in diesem Buch neue Varianten mit Granatapfelkernen oder Labneh mit Tomaten und Koriander vor. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Natürlich dürfen auch Hummus-Rezepte in der levantinischen Küche nicht fehlen. Wobei sie darauf hinweisen, dass die Herstellung von Hummus gar nicht so einfach ist, wie gedacht.

Haben Sie schon einmal irakischen Kebab probiert? Hier wird Kebab aus Lammhackfleisch mit Sumach (frisch-säuerlicher Geschmack der Sumachpflanze) und Salz vorgestellt.

„Was esst ihr genau?“ Diese Frage öffnet die Türen und Herzen der örtlichen Köchinnen und Köche, und schon kommt es zum Gespräch. Eine schöne Erfahrung, die jedem Besucher ans Herz gelegt wird, um mit der einheimischen Bevölkerung in Kontakt zu treten und so über die Küche, die Kultur eines Landes kennen zu lernen.

Autorinnen:
Nadia Zerouali aus dem Libanon und Merijn Tol aus den Niederlanden schreiben seit Jahren über die arabisch-mediterrane Küche. Seit 2017 zeigen Nadia Zerouali und Merijn Tol ihre Kochkunst im niederländischen Fernsehen.

Fazit:
Ein interessantes Buch mit vielen Ideen zu den beliebten Vorspeisen Mezze und anderen Spezialitäten der Küste des östlichen Mittelmeers. Obwohl die Autorinnen betonten, dass sie auch die Maghrebländer Tunesien, Algerien und Marokko bereisten, finden sich kaum typische Rezepte dieser Länder im Buch. 
Die Bilder zeigen die Köchinnen in ihrer privaten Küche und die Aufnahmen der Gerichte stammen von ihnen selbst oder Freunden. Ein Kochbuch ist immer auch „Geschmacksache“.