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Mittwoch, 3. Juni 2020

Bombay, Bagdad, Teheran

Edition Erdmann

VITA  SACKVILLE-WEST

BOMBAY,  BAGDAD,  TEHERAN
Meine Reise nach Persien

Im Frühjahr 1926 reiste Vita Sackville-West auf einem langen Umweg – über Ägypten, Indien und den Irak, wo sie in Bagdad einige Tage im Haus der von ihr verehrten Orientreisenden und Arabistin Gertrude Bell verbrachte – nach Persien, um ihren Mann zu besuchen, der als Sekretär der englischen Gesandtschaft in Teheran tätig war.

Sie liebt das Abenteuer. Selbst als ihr Autokonvoi auf dem Weg nach Teheran in Kurdistan von berittenen Banditen verfolgt wurde, ließ sie sich nicht aus der Ruhe bringen. In Teheran genoss sie den Luxus und fand Gefallen an „Rebhühnern, Melonen, Granatapfelmarmelade und Schiras-Wein“.

Dabei hielt sie mit Kritik am Pomp des Diplomatenlebens nicht zurück und ließ sich von den Schätzen des persischen Hofes und der Krönung von Schah Reza Khan Pahlewi nicht blenden: „Amateurtheater“.


Autorin
Vita Sackville-West wurde 1882 auf Schloß Knole in Kent geboren. 1913 heiratet sie den Schriftsteller und Diplomaten Sir Harold Nicolson. Nach zahlreichen gemeinsamen Reisen ins Ausland lebten sie später auf Sissinghurst Castle in Kent, wo sie am 2. Juni 1962 starb. Vita Sackville-West war Mitglied des berühmten Bloomsbury-Kreises, dem auch ihre Freundin Virginia Woolf angehörte. Die Autorin zahlreicher Romane war eine der schillerndsten Figuren der englischen Gesellschaft des 20. Jahrhunderts.

Übersetzerin
Irmela Erckenbrecht, geboren 1958 in Kassel. Studium der Anglistik in Göttingen und Bristol. Seit 1984 als literarische Übersetzerin und seit 1994 auch als freiberufliche Buchautorin selbstständig. 1995 bekam sie den Förderpreis für Literatur des Landes Niedersachsen; Mitglied im Verband deutscher Schriftsteller (VS), Verband deutschsprachiger Übersetzer literarischer und wissenschaftlicher Werke (VdÜ) und bei den BücherFrauen.

Herausgeberin Susanne Gretter  
(Verlagstext)


Vita Sackville-West  
Bombay, Bagdad, Teheran
Gebunden mit farbigem Vorsatzpapier
Format  21,5 x 13 cm
200 Seiten
2.Auflage 2018
Euro 18,00 inkl. MwSt.   Buch kaufen


Die Goldminen von Midian

Edition Erdmann

RICHARD  FRANCIS  BURTON

DIE  GOLDMINEN  VON  MIDIAN
Reisen und Forschungen im Biblischen Land. 1877

Richard Francis Burton war einer der größten Abenteurer aller Zeiten. Er sprach über 30 Sprachen, hatte als Muslim verkleidet Mekka und Medina besucht und auf einer sensationellen Expedition zu den Quellen des Nils den Tanganjikasee entdeckt.

Als ihm 1877 vom in finanzielle Nöte geratenen Vizekönig von Ägypten der Auftrag erteilt wird im legendären biblischen Land Midian nach Gold für die Schatzkammern zu suchen, wittert Burton die Chance auf neue Abenteuer und Ruhm ...

Autor 
Richard Francis Burtonm Sohn eines britischen Offiziers aus Torquay, Devonshire. Burtons Abenteuerlust macht sich früh bemerkbar: Er ist begeisterter Falkner, Spieler und Duellant; 1842 wird er wegen Pferdewetten aus dem Trinity College in Oxford ausgeschlossen. Kurz darauf tritt er der Ostindienkompanie bei und vertieft sein Sprachstudium.

Herausgeber
Dr. Uwe Pfullmann (geb. 1956) studierte Arabistik und arabische Geschichte in Leipzig und promovierte zur Geschichte Nordafrikas. Der Faszination Arabiens kann er sich nicht entziehen - er unternahm zahlreiche Reisen in die arabische Region und veröffentlichte Fachbücher und Forschungsbeiträge. (Verlagstext)


Richard Francis Burton  
Die Goldminen von Midian
Leinen mit Schutzumschlag und Lesebändchen
Format  21 x 13 cm
320 Seiten
1.Auflage 2013
Euro 24,00 inkl. MwSt.   Buch kaufen



Entdeckungen im Orient

Edition Erdmann

CARSTEN  NIEBUHR

ENTDECKUNGEN  IM  ORIENT
Reise durch Arabien im Auftrag des dänischen Königs. 1761 - 1767

Was für die sechsköpfige königlich-dänische Arabienexpedition am 4. Januar 1761 als wissenschaftliches Unternehmen zur Erforschung des Südens der Arabischen Welt begann, wird schon bald zu einem Kampf um Leben und Tod.
Nach strapaziösen Karawanenzügen durch die Wüsten Arabiens, von Proviantmangel ausgezehrt, von Räubern und Krankheiten heimgesucht und von vermeintlichen Freunden in eine tödliche Falle gelockt, versuchen sich die wenigen Verbliebenen der Expedition ins Landesinnere des Jemen durchzuschlagen.

Sechs Jahre später wird der deutsche Kartograf und Forschungsreisende Carsten Niebuhr als einziger Überlebender dieses abenteuerlichen Unterfangens nach Kopenhagen zurückkehren und dort seinen Aufsehen erregenden Forscherbericht veröffentlichen. Dieser trug ihm zahlreiche Auszeichnungen ein, denn Niebuhr ermöglichte u.a. mit seinen akribischen Kopien der altpersischen Schrift deren spätere Entzifferung.

Autor
Carsten Niebuhr (1733 – 1815) wurde in Lüdingworth als Sohn eines Bauern geboren. Nach dem Tod seines Vaters ging er im Jahr 1755 nach Hamburg, wo er das Gymnasium besuchte und Privatunterricht nahm. Nach einem Mathematikstudium wurde er im Jahr 1758 für die königlich-dänische Arabienexpedition verpflichtet und zur Vorbereitung umfassend astronomisch instruiert. Die während der Expedition erworbenen Forschungsergebnisse trugen Niebuhr nach seiner Rückkehr bis weit über seinen Tod hinaus hohes Ansehen ein.
 (Verlagstext)

Carsten Niebuhr
Entdeckungen im Orient
Leinen mit Schutzumschlag und Lesebändchen
45 schwarz-weiß Bilder
Format  21 x 13 cm
336 Seiten
2.Auflage 2017
Euro 24,00 inkl. MwSt.   Buch kaufen



Dienstag, 2. Juni 2020

Die Entdeckung der Nilquellen

Edition Erdmann

JOHN  HANNING  SPEKE

DIE  ENTDECKUNG  DER  NILQUELLEN
Am Victoriasee  1861-1862

John Hanning Speke war auf seiner ersten Expedition zu den Quellen des Nils immer wieder mit seinem Partner, dem berühmten Forscher und Abenteurer Richard F. Burton, in Konflikt geraten. Als Speke vor Burton nach England zurückkehrt und das Gros seiner Erkenntnisse der Öffentlichkeit berichtet, stiehlt er Burton endgültig das Rampenlicht. Ein legendärer persönlicher und wissenschaftlicher Konflikt entbrennt.

Auf seiner zweiten – hier dokumentierten – Reise bestätigt Speke endgültig seine spektakulären Ergebnisse und geht mit der Lösung des „Nilproblems“ in die Entdeckungsgeschichte ein. Doch zwischen den Zeilen ist Spekes Reisetagebuch viel mehr als nur das Dokument einer geographischen Sensation. Aus erster Hand berichtet, erfährt der Leser von der komplexen kulturellen und politischen Landschaft Afrikas.

Autor 
John Hanning Speke (1827–1864) wurde in Devon geboren, schlug eine Offizierslaufbahn ein und nahm am Ersten Sikh-Krieg teil. Gemeinsam mit Richard F. Burton, den er 1854 im Jemen kennenlernt, bereist er im selben Jahr Somalia; beide kehren schwer verwundet zurück. Im Anschluss dient Speke im Krimkrieg. 1856 macht sich das Forscherduo erneut nach Ostafrika auf, um die Nilquellen und die Großen Seen zu finden. Sie entdecken den Tanganjikasee, doch auch diese Reise ist entbehrungsreich und geprägt von Krankheiten. Getrennt von Burton, entdeckt Speke den Victoriasee, was zu Rivalitäten mit Burton führt, denn Speke kehrt 1859 einige Tage früher als dieser zurück nach England und tritt mit seinen Entdeckungen vor die Öffentlichkeit, ohne auf seinen Kollegen zu warten. In 1860 reist Speke nach Uganda, von wo aus er sich westlich hält und erneut in die Gegend des Victoriasees gelangt. Im Gebiet um das nördliche Ufer entdeckt er 1862, dass der See den Nil speist. In der Heimat geht Burton vehement gegen Spekes Entdeckungen vor. Im Herbst 1864 wird eine öffentliche Debatte angesetzt, doch einen Tag zuvor geht Speke auf die Jagd und stirbt durch einen selbstausgelösten Schuss.

Übersetzer
Niels-Arne Münch, Jahrgang 1972, ist Sozialwissenschaftler und arbeitet seit 2005 als freier Lektor, Übersetzer und Journalist. Er lebt mit seiner Familie in Göttingen. Für die Edition Erdmann hat er u.a. übersetzt: Mary Kingsley, Reisen in Westafrika und John Wesley Powell, Die Erforschung des Colorado Rivers und des Grand Canyons.
(Verlagstext)
  

John Hanning Speke  
Die Entdeckung der Nilquellen
Gebunden mit Schutzumschlag und Lesebändchen   
zahlreiche schwarz-weiß Abbildungen und Karten
Format: 21 x 13 cm
368 Seiten
Erschienen 2019
Euro 24,00 inkl. MwSt.   Buch kaufen


Freitag, 30. März 2018

Rezension: Wenn das Volk sich erhebt

Kiepenheuer & Witsch
REZENSION   

Gero von Randow

Wenn das Volk sich erhebt     
Schönheit und Schrecken der Revolution

Gero von Randow geht den Revolutionen auf den Grund. Er fragt zu Beginn des Buches „...was ist eine Revolution?“ und stellt fest, dass Revolution ein Begriff ist, „dessen Ränder nicht begrenzt sind, sondern verlaufen.“ Und „Revolution heißt Umwälzung“.
In 15 Kapiteln wird der Begriff „Revolution“ definiert, erklärt und über die Formen und Arten von Revolutionen analysiert.

Das Buch befasst sich vor allem mit Revolutionen, bei denen sich Menschen erheben  und „Geschichte machen“ und weniger mit Umwälzungen der Industrie, Mode, Technik, Sexualität. Feminismus stellt eher eine Revolution dar, bei der das Patriarchat, die Männerherrschaft, erschüttert wird und gerade bei der französischen Revolution von 1789 spielten Frauen eine entscheidende Rolle, ebenso beim algerischen Unabhängigkeitskrieg (1954-1962) oder bei der Jasmin-Revolution in Tunesien und in Ägypten 2011. Leider haben die Frauen nach allen Revolutionen nicht langfristig ihre Rechte durchsetzen können und kämpfen bis heute um ihre Gleichberechtigung, überall auf der Welt.

Kernpunkt dieses Buches ist die „Veränderung der Staatsmacht“, „die eine veränderte Gesellschaft hinterlässt“. Ein gutes Beispiel dafür ist die Jasmin-Revolution in Tunesien, bei der die Bevölkerung das diktatorische Regime von Ben Ali hinweggefegt hat und nun eine Demokratie mit neuer Verfassung aufbaut. Und Revolutionen lassen sich nicht mehr rückgängig machen, auch wenn sie scheitern.

Wer macht Revolution? Das Volk. Es begehrt auf, lange ist es geduldig, nimmt Einschränkungen, Repressionen hin, aber dann, eines Tages ist es soweit, ein Funke (Selbstverbrennung in Tunesien) reicht und das „Fass ist übergelaufen“. Revolutionen haben den Lauf der Geschichte geändert, das war ihr „Job“, steht fast am Ende des Buches auf Seite 259.

Im dritten und vierten Kapitel werden die „Helden der Revolution“ beschrieben, Frauen und Männer, die eine Revolution in Gang brachten. Bewundernswert ist die Zielstrebigkeit der jungen Frau aus Tunis, Olfa Riahi, der Afghane Ajmal oder die Russin Nadja Tolokonnikowa in der heutigen Zeit, der Belgier Victor Serge, die Französin Louise Michel oder der Deutsche Erich Mühsam im 19. Jahrhundert.

Titel wie „Annäherung, Die Revolution spricht, Detonation, Dramaturgie, Konterrevolution, Weltrevolution“ hinterfragen die Anfänge, Bedeutung und Ziele von Revolutionen. Doch wie heißt es im 13. Kapitel: „war es das wert?“, das ist der Oberbegriff für die Frage nach dem „Ergebnis einer Revolution.“

Eigene Erlebnisse des Autors fließen in die Beschreibungen ein und machen das Buch noch authentischer.

Literaturhinweise und ein Register ergänzen das Geschriebene.

Autor:
Gero von Randow, geb. 1953, ist als Journalist und Buchautor mehrfach ausgezeichnet worden. 1992 wurde er Wissenschaftsredakteur der Hamburger Wochenzeitung DIE ZEIT. Beim Aufbau der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung wirkte er von 2001 bis 2003 mit, bevor er als politischer Redakteur zur ZEIT zurückkehrte. Von 2005 bis 2008 war er Chefredakteur von ZEIT ONLINE, bis 2013 als Korrespondent der ZEIT in Paris und arbeitet seither als ZEIT-Redakteur im Ressort Politik.


Fazit:
Wer etwas über die Hintergründe der aktuellen Weltlage erfahren will, sollte zu diesem aufschlussreichen Titel greifen. Revolutionen in der Geschichte werden genauso interessant dargestellt, wie die neuesten Revolutionen sachlich erläutert.
Aus Begegnungen in Tunesien oder Afghanistan oder der eigenen Teilnahme an den Ereignissen der 1968er Jahre ist ein persönliches, anschauliches Dokument entstanden.
Sehr gut geschrieben und deshalb empfehlenswert.


zum Angebot


Freitag, 23. März 2018

NEU: Die Islamische Aufklärung

S.Fischer

NEUERSCHEINUNG

CHRISTOPHER  DE  BELLAIGUE

DIE  ISLAMISCHE  AUFKLÄRUNG
Der Konflikt zwischen Glaube und Vernunft

Die islamische Aufklärung hat längst stattgefunden. In einer fulminanten Erzählung demontiert Christopher de Bellaigue die oft selbstgefällige westliche Sicht auf die arabische Welt. Auch in Ägypten, im Iran und der Türkei gab es nach 1800 eine breite Bewegung für Freiheit, Gleichheit und Demokratie und für einen weltlichen Staat, für Frauenrechte und Gewerkschaften, freie Presse und die Abschaffung der Sklaverei. In atemberaubender Geschwindigkeit modernisierten sich die arabischen Gesellschaften. Doch die Gegenaufklärung folgte auf dem Fuß, mit autokratischen Regimen und fundamentalistischem Terror. De Bellaigue schildert den Kampf zwischen Glaube und Vernunft und um eine neue muslimische Identität. Eine reiche, überraschende Geschichte, eine radikal neue Sicht auf den modernen Islam.

»Christopher de Bellaigue gehört seit Langem schon zu den einfallsreichsten und anregendsten Interpreten einiger von Angst und Vorurteil verstellter Realitäten. In ›Die islamische Aufklärung‹ seziert er den selbstgefälligen Gegensatz zwischen Islam und Moderne und enthüllt dabei eine faszinierende Welt: eine Welt, in der Menschen sich unter dem Druck der Geschichte ständig verändern, improvisieren und sich anpassen. Es ist genau das richtige Buch für unsere in Unordnung geratene Welt: aktuell und erhellend.«
Pankaj Mishra

»Eine ausgesprochen originelle und informative Studie über die Zusammenstöße zwischen dem Islam und der Moderne in Istanbul, Kairo und Teheran während der letzten zweihundert Jahre.« Orhan Pamuk

»Erhellend, großartig geschrieben, ein Buch, das uns hilft, das Verhältnis zwischen islamischer Welt und Moderne zu verstehen.«  Yuval Noah Harari, Autor von »Eine kurze Geschichte der Menschheit«

»Zur rechten Zeit, tiefsinnig und provokativ.« Peter Frankopan   (Verlagstext)

Autor:
Christopher de Bellaigue, geboren 1971, studierte an der Cambridge University und war Fellow an der Harvard University und der University of Oxford. Er lebte über fünf Jahre in Teheran und bereiste als Journalist Südasien und den Mittleren Osten. Er schreibt für Economist, Guardian und die New York Review of Books und lebt in London. Für sein Buch »Die islamische Aufklärung. Der Konflikt zwischen Glaube und Vernunft« wurde Christopher de Bellaigue für den renommierten Baillie Gifford Prize 2017 nominiert. (Verlagstext)

Originalsprache: Englisch
Übersetzt von: Michael Bischoff

Christopher de Bellaigue
Die islamische Aufklärung
Hardcover          
544 Seiten
1.Auflage 2018
Euro 25,- inkl. MwSt.   hier kaufen

Dienstag, 20. Februar 2018

Wenn das Volk sich erhebt

Kiepenheuer & Witsch
GERO  VON  RANDOW

WENN  DAS  VOLK  SICH   ERHEBT
Schönheit und Schrecken der Revolution - Die Zeit der Revolutionen ist nicht vorbei

Warum ist es so ein besonderer, geradezu erhabener Moment, wenn das Volk sich erhebt, auf dem Tahrir-Platz in Kairo oder auf dem Maidan in Kiew? Warum begeistern wir uns für Revolutionen, auch wenn wir wissen, dass sie ihre eigentlichen Ziele nicht erreichen, niedergeschlagen oder verraten werden – meist von den Revolutionären selbst? In seinem packend geschriebenen, sehr persönlichen Buch schildert von Randow sein Erleben von Revolutionen und geht der Frage nach, ob sie noch ein Zukunftsmodell sind. Seine Antworten sind hochaktuell und überraschend.

Vor 100 Jahren siegte die russische Oktoberrevolution. Und vor 50 Jahren glaubte eine ganze Generation junger Leute, es sei wieder die Zeit der Revolutionen gekommen. Was blieb davon? Nur Resignation? Und was ist das überhaupt – eine Revolution?

Dem Autor wurde im Jahr 2011 Anschauungsunterricht erteilt, als er Augenzeuge der tunesischen Revolution wurde. Seine These: Revolutionen kommen unversehens. Und doch lassen sich Muster erkennen.

Der Blick des Autors richtet sich auf den amerikanischen Kontinent, auf West- und Osteuropa, Afrika und Asien. Er durchstreift die Jahrhunderte, von den aufständischen Sklaven des Altertums über die Revolutionäre von 1789 und die kommunistische Weltbewegung bis zu den Rebellen der Gegenwart, immer auf der Suche nach Tatsachen und Ideen, die das ungewöhnlichste, facettenreichste Phänomen der Geschichte erhellen können, die Revolution. (Verlagstext)


Autor:
Gero von Randow ist ein mehrfach preisgekrönter Journalist und Buchautor, geb. 1953  Er wurde 1992 Wissenschaftsredakteur der Hamburger Wochenzeitung DIE ZEIT. Von 2001 bis 2003 wirkte er am Aufbau der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung als Chef des Wissenschaftsressorts mit und kehrte dann zur ZEIT als politischer Redakteur zurück. Von 2005 bis 2008 war er Chefredakteur von ZEIT ONLINE, 2008 bis 2013 Korrespondent der ZEIT in Paris, seither arbeitet er als ZEIT-Redakteur im Ressort Politik.    (Verlagstext)


Gero von Randow
Wenn das Volk sich erhebt
320 Seiten, Pappband
1.Auflage 2017
Euro 22,-  inkl. MwSt.   hier kaufen

Mittwoch, 15. November 2017

NEU: Die Flügel meines schweren Herzens

manesse

KHALID  AL-MAALY (Hrsg.)

DIE  FLÜGEL  MEINES  SCHWEREN  HERZENS
Lyrik arabischer Dichterinnen vom 5. Jahrhundert bis heute

Vom überraschend freizügigen erotischen Vers aus dem 7. Jahrhundert bis zum zeitgenössischen Gedicht über Krieg, Flucht und Exil: Diese zweisprachige Sammlung bietet erstaunliche Einblicke in das Selbstverständnis arabischer Dichterinnen. Über fünfzig Autorinnen entwerfen eine weibliche Identität jenseits aller Tabus und Denkverbote und leisten einen poetischen Beitrag zur Debatte über den Islam.

Der Blick auf die arabische Tradition ist bis heute von Stereotypen geprägt. Dieses Buch regt zu einer differenzierten Sichtweise an und präsentiert die arabische Literatur aus ungewohnter, nämlich spezifisch weiblicher Perspektive.

Eindrucksvoll beweist die Sammlung, dass die großartige arabische Dichtkunst keine ausschließliche Domäne der Männer ist – und widerlegt dabei so manches Klischee. Bereits in frühmuslimischer Zeit formulieren Frauen offen ihre Ansprüche an das Leben und scheuen dabei nicht die Provokation.

Die Autorinnen – u.a. aus dem Irak, Syrien, dem Jemen, Marokko und Ägypten – lassen uns teilhaben an ihren Sehnsüchten und ihrer Trauer, malen die Härten des Beduinenlebens aus oder hinterfragen nachdrücklich ihre Rolle als Ehefrau, Geliebte und Mutter. Die neuesten Gedichte sind ergreifende Botschaften aus einer von Krieg und Vertreibung erschütterten Region.

Das Buch ist in seidig glänzendes, mitternachtsblaues Leinen gebunden und mit einem dazu passenden Lesebändchen versehen.

„Man darf staunen: Bis zur Neuzeit sucht man solche Zeilen aus weiblicher Feder in Europa vergeblich." Stefan Weidner, NZZ 

Mit Nachwort von  Khalid Al-Maaly  

Herausgeber und Übersetzer
Khalid Al-Maaly, geboren 1956 in As-Samawa/Irak, floh 1979 aus politischen Gründen aus seiner irakischen Heimat zunächst nach Frankreich, dann in die Bundesrepublik Deutschland. Von 1980 an lebte er fast 30 Jahre als Schriftsteller in Köln, wo er zahlreiche arabische Lyriker ins Deutsche übersetzte. Seit 2008 führt er in Beirut seinen eigenen Verlag. Für diesen Band trug er Gedichte unter anderem von Fadwa Tuqan, Nazik Al-Mala’ika und Joumana Haddad zusammen.
 (Verlagsinformation)

Aus dem Arabischen von  Khalid Al-Maaly und Heribert Becker  

Khalid Al-Maaly
Die Flügel meines schweren Herzens
Gebunden, Leinen mit Schutzumschlag
192 Seiten
Format:  12,5 x 20,0 cm
1.Auflage März 2017
Euro 19,95  inkl. MwSt.   jetzt kaufen


Mittwoch, 19. Oktober 2016

Scheidung auf islamisch..

wagenbach

AMARA  LAKHOUS

SCHEIDUNG  AUF  ISLAMISCH  IN  DER  VIA  MARCONI

Christian alias Issa soll eine terroristische Zelle aufdecken und gerät dabei in erhebliche Kalamitäten. Wie soll er der drohenden Gefahr auf die Spur kommen, wenn er Safia vor rassistischen Pöbeleien und seinen marokkanischen Mitbewohner Mohamed vor der Polizei schützen muss?

Der italienische Geheimdienst erfährt von einer Gruppe muslimischer Einwanderer, die sich in Rom in der Gegend um die Via Marconi trifft und einen größeren terroristischen Anschlag plant. Als verdeckter Ermittler kommt Christian Mazzari ins Spiel, ein Sizilianer, der dann als vermeintlicher tunesischer Immigrant Issa in die Via Marconi zieht. Im Internetcafé Little Cairo begegnet er den jungen Männern des Viertels – und Safia, einer zarten Ägypterin, die ihn die islamische Kultur mit den Augen einer jungen Frau sehen lässt. Issa und Safia erzählen abwechselnd aus ihrem Leben und von der geheimen Sympathie, die sie verbindet.

Wieder durchleuchtet Amara Lakhous die italienische Gesellschaft – ursprüngliche und zugezogene Einwohner – mit feiner Ironie und unbestechlichem Blick für die alltäglichen Missverständnisse. Währenddessen gehen Issas Ermittlungen voran, und auch die Anzeichen drohender Gefahr verdichten sich, bis zu einem überraschenden Ende, nach dem der Leser den Fall garantiert noch einmal von vorne aufrollt.

Autor:
Amara Lakhous, 1970 in Algier geboren, lebt seit 1995 als Autor in Rom. Er studierte Philosophie in Algier und Kulturanthropologie in Rom, wo er mit einer Dissertation über die erste muslimische Einwanderergeneration in Italien promoviert wurde.

Aus dem Italienischen von Michaela Mersetzky

Amara Lakhous
Scheidung auf islamisch in der Via Marconi
256 Seiten. Broschiert
1.Auflage 2012
Euro 11,90 inkl. MwSt.    Buch kaufen


Mittwoch, 10. Februar 2016

Als Spion am Nil

DuMont

GERALD  DRIßNER

ALS  SPION  AM  NIL


4500 Kilometer ägyptische Wirklichkeit – die letzten Momente des Mubarak-Regimes und die Ära danach.


Der Autor nimmt den Leser mit auf seine Reisen mit dem Minibus in fünfzehn Dörfer und Städte Ägyptens. Die Fahrten münden mal in Pannen und nicht selten in einem Abenteuer. Er fährt in Gegenden, in denen die Revolution bis heute nicht angekommen ist, wird dort von der Polizei auf Schritt und Tritt verfolgt und immer wieder als Spion verdächtigt. (Verlagstext)



Gerald Drißner
Als Spion am Nil 
Paperback
280 Seiten
1.Auflage 2015  
Euro 14,99 inkl. MwSt.    Buch kaufen



Montag, 27. Juli 2015

NEUERSCHEINUNG: Arabische Medien

Arabische Medien
CAROLA  RICHTER
ASIEM  EL  DIFRAOUI 

ARABISCHE  MEDIEN

Facebook-Revolution, Twitter-Jihad und Al-Jazeera-Effekt – diese leeren Schlagwörter tauchen häufig in westlichen Medien und in Forschungspublikationen auf. Aber welche Rolle spielen arabische Medien wirklich? Das erste Standardwerk in deutscher Sprache bietet einen grundlegenden Überblick über aktuelle Medienentwicklungen in arabischen Ländern und eine fundierte Einführung in deren Mediensysteme. Das Buch hilft, die Rolle der Medien innerhalb der dynamischen und zum Teil dramatischen Entwicklungen von Gesellschaft und Politik in der arabischen Welt besser einordnen und verstehen zu können.

Im Fokus des ersten Teils stehen transnationale Phänomene wie die Bedeutung des Satellitenfernsehens und der Sozialen Medien sowie die Rolle von Minderheiten, Gender und Islamisten in den Medien. Diese Beiträge geben den aktuellen Stand der Forschung wieder und reflektieren diesen.
Im zweiten Teil des Buches werden in 18 Länderstudien – von Marokko bis zum Irak – die nationalen Besonderheiten der Medien betrachtet, die aus unterschiedlichen politischen Systemen, rechtlichen Beschränkungen, ökonomischen Voraussetzungen und der jeweiligen Soziodemographie resultieren. Durch ihre Analyse wird zu einem tieferen Verständnis der Medien der einzelnen Länder beigetragen.

Zielgruppe des Bandes sind Akademiker und Studierende von Kommunikations-, Islam- und Politikwissenschaft sowie Journalisten, in der Entwicklungszusammenarbeit Tätige und alle, die sich für die arabische Welt interessieren.


Herausgeber:
Dr. Carola Richter ist Juniorprofessorin für Internationale Kommunikation an der Freien Universität Berlin. Sie forscht zu Mediensystemen und Protestbewegungen in der arabischen Welt, Auslandsberichterstattung und Public Diplomacy.

Dr. Asiem El Difraoui ist Politologe und preisgekrönter Dokumentarfilm-Autor. Er arbeitet als Senior Fellow am Institut für Medien- und Kommunikationspolitik in Berlin und hat ausgiebig über Medien als politische Infrastruktur in der arabischen Welt sowie islamistische Medien geforscht und publiziert.

(Verlagstext)

Carola Richter, Asiem el-Difraoui
Arabische Medien
Paperback
344 Seiten
1. Auflage Juli 2015
Euro 44,00 inkl. MwSt.   Buch kaufen


Mittwoch, 30. Oktober 2013

Sex und die Zitadelle

Sex und die
Zitadelle
SHEREEN  EL  FEKI

SEX  UND  DIE  ZITADELLE

Liebesleben in der sich wandelnden arabischen Welt

Shereen El Feki
Sex und die Zitadelle
Hardcover mit Schutzumschlag
416 Seiten, Format 21,8 x 15 cm
1.Auflage 2013
Preis: Euro 24,90   Buch kaufen

Dieses Buch wagt sich an ein Tabu: Fünf Jahre lang hat Shereen El Feki Frauen und Männer in den arabischen Ländern, vor allem in Ägypten, befragt, was sie über Sex denken und welche Rolle er in ihrem Leben spielt. El Feki schildert bewegende Schicksale, erläutert historische Hintergründe und liefert aufschlussreiche Daten....

Mittwoch, 22. Mai 2013

Empfehlung: Unterwegs am Nil

Iatros Verlag
KARL  PLEPELITS

UNTERWEGS  AM  NIL 
Eine Reise durch Ägypten im arabischen Frühling

Ein erzählendes Sachbuch zur Reise.

Im Oktober des Jahres 2011 reist eine kleine österreichische Reisegruppe durch Ägypten. Reiseleiter Salam, Fahrer Mahmud und der Autor, der selbst als Reiseleiter einer österreichischen Reiseagentur unterwegs ist, begleiten die zehntägige Tour am Nil.

Die Reise beginnt in Kairo mit dem üblichen Besichtigungsprogramm: Ägyptisches Museum, Pyramiden, Moscheen, Souks und neu dazu kommt der Tahrir-Platz.
Weiter geht es zu den bekannten und wichtigen Orten einer Ägyptenreise nach Sakkara, Memphis, Tell el-Amarna, Assiut, in die Oase Faiyum, Theben, Abydos, Luxor, Tal der Könige, Tempel der Hatschepsut, Edfu, Assuan, Abu Simbel und zurück per Bahn nach el-Kahira, die Siegreiche.

Neben den Erzählungen zu den Sehenswürdigkeiten, wird in diesem Buch auch einiges angesprochen, das jetzt wieder an Brisanz gewinnt, wie zum Beispiel die Geschichte der Kopten in Ägypten, die neue Zurschaustellung der religiösen Symbole wie Frauen mit Tschador oder Burka, die es früher in Nordafrika gar nicht gab, sondern nur das einfache Kopftuch, und der Prophetenbart der Männer.

Auch Themen wie neue Entdeckungen, griechische Einflüsse der Ptolemäer-Zeit, römische Wasserleitungen, spezielle Gräbertypen, erste christliche Klöster des 3. Jahrhunderts (St. Antonius) und sogar das Klima (Chamsin, Smogwolke über Kairo) werden angesprochen und interessant erklärt.
  
Mit Begeisterung werden die neuesten Änderungen in Libyen, Tunesien und Ägypten kommentiert. Auch einige Zeit später ist es interessant zu lesen, welche Pläne und auch Illusionen im Land kursieren, ebenso Befürchtungen, die tatsächlich eingetroffen sind, wie z.B. der Wahlsieg der Islamisten.
                                                                

Fazit:                                                                   
Die Reisegruppe, und somit auch der Leser, erfährt viel Aktuelles, Antikes und Amüsantes über Ägypten nach der Revolution. Auf unterhaltsame Weise wird die Geschichte Ägyptens auf leichte Art vermittelt. Das Buch sollte auf keiner Ägyptenreise fehlen, die entlang des Nil und durch die ägyptische Wüste führt.

Autor:
Der österreichische Lehrer, literarische Übersetzer und Autor Karl Plepelits bringt seine Begeisterung für Ägypten sehr gut zum Ausdruck. Weitere Reiseromane von Karl Plepelits sind im IATROS-Verlag erschienen: Unterwegs in Ägypten, 2009, Unterwegs in Libyen, 2010 und Unterwegs in Marokko, 2012.


Karl Plepelits
Unterwegs am Nil
1.Auflage, 2012
120 Seiten - Paperback, Softcover
Preis: Euro 12,00   Buch kaufen
IATROS - Verlag & Service Gmbh, Potsdam





Sonntag, 14. April 2013

Zauber des Türkis

Zauber des Türkis
MAI  KHALED

ZAUBER  DES  TÜRKIS

Nach einem Unfall oder „Selbstmordversuch“ Nirwanas, beginnt ein Zwiegespräch zwischen der jungen Frau Layla und Ihrer Tante Nirwana. Sie führt ihre Nichte durch ihr Leben, enthüllt ihre Geheimnisse, Sehnsüchte, Niederlagen und Glücksmomente. Layla setzt sich mit dem Leben Nirwanas auseinander und stellt fest, dass sie beide denselben Weg zur Befreiung und Selbstfindung suchen. Der Weg heißt, revoltieren gegen die Zwänge eines traditionsreichen Familienklans, ausbrechen aus der festgefahrenen Rolle von Frau und Mann in der ägyptischen Gesellschaft. Farben sind in diesem Roman Symbolträchtig; Türkis, die Farbe des Meeres oder Edelsteins, steht für Freiheit und Selbstfindung.

Autorin:
Die Ägypterin Mai Khaled ist Schriftstellerin, Literaturübersetzerin und Radio- und Fernsehjournalistin. Sie moderierte eine Reihe von englischsprachigen TV-Sendungen. Mai Khaled repräsentierte den Arabischen Schriftstellerinnenverband auf lokalen und überregionalen Konferenzen und Tagungen.
Von Mai Khaled erschienen in arabischer Sprache: „Eine letzte Mauer” (2001), „Ein letzter Stuhl in Evert Hall” (2005), „Zauber des Türkis” (2006), und „Sharkkeyyat“ (2007)

Roman aus dem Arabischen von Christine Battermann


Mai Khaled
Zauber des Türkis
Leineneinband mit Prägung, fadengeheftet mit Lesebändchen
168 Seiten
Preis: Euro 19,90   Buch kaufen
Alawi Verlag, Köln


Dienstag, 19. Februar 2013

Ägyptens Dichter und Schriftsteller

RUDOLF  FISCHER  (Hrsg.)

ÄGYPTENS DICHTER UND SCHRIFTSTELLER

Eine Auswahl von Texten aus der christlichen und islamischen Zeit
 
Herausgegeben von Rudolf Fischer


Diese Sammlung ergänzt das Buch  Kreuz und Halbmond im Niltal, veranschaulicht die darin enthaltenen Hinweise auf die zentrale Rolle des unteren Niltals in der hellenistischen Epoche, für die christliche Theologie sowie innerhalb der gesamten islamischen Welt und vermittelt dadurch einen Einblick in das vielfältige und rege Geistesleben Ägyptens.

Berücksichtigt sind unter anderen 
der jüdisch-hellenistische Religionsphilosoph Philon von Alexandrien
der im Abendland und im Orient nachwirkende Platoniker Plotin (3. Jh.), 
Origenes, der fruchtbarste christliche Gelehrte des Altertums, 
Athanasios, der Biograph des Eremiten Antonius (4. Jh.), 
Pachomios und Schenute, die Begründer des klösterlichen Mönchtums (4. und 5. Jh.), 
der berühmte islamische Mystiker Dhu n-Nun al-Misri (9. Jh.), 
al-Mas'udi, der wichtigste arabische Geograph, 
der noch immer gerne gelesene Dichter al-Mutanabbi
der auch in Europa bekannte Augenarzt al-Mausili
der selbst im christlichen Abendland hochberühmte jüdische Theologe, Philosoph und Arzt Maimonides (12. Jh.), 
Ibn Chaldun, der bedeutendste muslimische Historiker (14. Jh.), 
Mohammed Abduh. der Bahnbrecher des modernistischen Islam (19. Jh.) und 
der Dramatiker Taufik al-Hakim (20. Jh.).


Rudolf Fischer
Ägyptens Dichter und Schriftsteller
6 Abbildungen
88 Seiten, Paperback
Euro 13,-  (zuzügl. Versand)   Buch kaufen
Edition Piscator, Schweiz



Kreuz und Halbmond im Niltal


Kreuz und Halbmond
im Niltal
RUDOLF  FISCHER
  
KREUZ UND HALBMOND IM NILTAL

Die christlich-islamische Geschichte Ägyptens


Auf Schritt und Tritt bemerken Besucher Ägyptens, dass für die heutigen Bewohner des unteren Niltals, für ihre Bräuche und ihre Kultur nicht die Ereignisse und Vorstellungen der Pyramidenbauer massgebend sind, sondern das Aufkommen und die Gedankenwelt des Christentums und des Islam. 
Deshalb wird in diesem Werk anschaulich die Geschichte Ägyptens von Alexander dem Grossen bis heute dargestellt. 

Gelegentlich sind der gesamte Vordere Orient und Nubien - das heisst die im Süden unmittelbar anschliessende Landschaft am Nil - miteinbezogen. 

Seit Alexander stand das untere Niltal wiederholt und für längere Zeit im Mittelpunkt des Weltgeschehens: Alexandrien, die Hauptstadt des Ptolemäerreiches, entwickelte sich zum Brennpunkt der griechischen Kultur und zu einer Drehscheibe des Welthandels; Ägypten brachte führende christliche Theologen und das christliche Mönchtum hervor; jahrhundertelang war Kairo das wirtschaftliche und religiöse Zentrum der islamischen Welt; der moderne Staat versteht sich gerne als Vorort der arabischen Welt.


Rudolf Fischer
Kreuz und Halbmond im Niltal
53 Abbildungen, 2 Karten
128 Seiten, Paperback
Preis:  Euro 17,50  (zuzügl. Versand)    Buch kaufen
Edition Piscator, Schweiz



Pyramiden, Tempel, Gräber


Pyramiden, Tempel,
Gräber
RUDOLF  FISCHER
 
PYRAMIDEN, TEMPEL, GRÄBER


Eine Einführung in die altägyptische Kultur
 

Wer die zahllosen, anregenden Zeugnisse der alten Ägypter in einem umfassenden kulturgeschichtlichen Zusammenhang sehen möchte, findet in diesem Werk eine allgemein verständliche Einführung. Es werden die Hauptlinien der Geschichte nachgezeichnet und die Grundlagen dieser fremdartigen Kultur aufgezeigt.


Aus dem Inhalt
Das Niltal - eine schmale Oase in der grössten Wüste unserer Erde
die Urgeschichte als Teil der Geschichte des afrikanischen Kontinents 
die Entstehung der ägyptischen Hochkultur, die Narmerpalette
die Grundzüge der geschichtlichen Entwicklung
vom Wesen der altägyptischen Religion, Weltschöpfungsmythen, Jenseitsvorstellungen
die Hieroglyphenschrift (mit Beispielen)
die Literatur (mit Proben)
der Kalender
die Ausstrahlung der altägyptischen Kultur: ins altpersische Reich, nach Griechenland, der Isiskult im Römischen Reich, Obelisken in den Hauptstädten rund um die Welt, das Weiterleben altägyptischer Vorstellungen südlich der Sahara.


Rudolf Fischer
Pyramiden, Tempel, Gräber
über 20 Zeichnungen, 1 Karte
104 Seiten, Paperback
Preis:  Euro 16,-  (zuzügl. Versand)    Buch kaufen
Edition Piscator, Schweiz